Rappgasse - so geht's weiter mit dem türkischen Kulturzentrum!
01.02.2012 10:23
Rappgasse - so geht's weiter mit dem türkischen Kulturzentrum!
Der gemeinsame Austausch mit dem Verein ATIB wurde fortgesetzt - diesmal bei der Moschee in Bad Vöslau. Unsere Klubobfrau berichtet.

Das ist die vor drei Jahren errichtete Moschee von ATIB in Bad Vöslau. Das türkische Kulturzentrum in der Rappgasse wird nicht so aussehen - das von ATIB gekaufte Gebäude in der Rappgasse wird an der Außenfassade nicht verändert, sondern nur innen umgebaut. Das ist nur eine von vielen Vereinbarungen, die die Bürgerinitiative Rappgasse/Umgebung erreicht hat.
In der Rappgasse wird derzeit ein türkisches Kulturzentrum eingerichtet. Im Vorfeld hatte es einigen Wirbel gegeben, da der Betrieb ohne Bewilligung gestartet hat. Die Bürgerinitiative Rappgasse/Umgebung entstand, sammelte viele Unterschriften und der Bezirk schaltete sich ein. Von den Behörden wurden über 100 Auflagen für eine Betriebsgenehmigung erteilt.
Gleichzeitig starteten viele Gespräche zwischen den Betreibern, dem Bezirk und engagierten AnrainerInnen. Das trug trotz schlechter Ausgangssituation zu einer positiven Entwicklung bei. So konnten bei einem Tag der Offenen Tür im Vorjahr AnrainerInnen und Interessierten ihre Anliegen einbringen.
Bei einer Gesprächsrunde im Floridsdorfer Amtshaus im Vorjahr wurde über den Stand des Projekts informiert. ATIB hätte alle Auflagen erfüllt, daher wurde die Betriebsgenehmigung erteilt. Darüberhinaus wurde etlichen Forderungen der Bürgerinitiaitve Rappgasse/Umgebung entgegengekommen, z.B. wurde der Eingang für das Gebäude von der Rappgasse in die wesentlich belebtere Koloniestraße verlegt.

Nun luden nun die Vertreter des türkischen Vereins ATIB am 24. Jänner 2012 zu einer weiteren Gesprächsrunde ein, und zwar bei ihrer Moschee und dem Kulturzentrum in Bad Vöslau. Die Bürgerinitiaitve Rappgasse/Umgebung, SPÖ, ÖVP und GRÜNE folgten der Einladung, um auch hier die Interessen der Floridsdorfer Bevölkerung einzubringen. Nur die FPÖ blieb der Gesprächsrunde fern.
Die Moschee in Bad Vöslau, die vor ihrer Errichtung ebenfalls für viel Widerstand sorgte, ist heute ein weitgehend akzeptierter Bestandteil der Stadt. Überraschend für mich war, dass das kleine Gasthaus in der Moschee auch von ÖsterreicherInnen genutzt wird, wie wir uns selbst überzeugen konnten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt in Bad Vöslau: Es gibt heute viel weniger Problemjugendliche als früher, da ATIB bei Problemen vermittelnd eingreift.
Nach der Führung durch das Gebäude gab es eine Gesprächsrunde, bei der die Sprecherin der Bürgerinitiaitve Rappgasse/Umgebung viele Vereinbarungen kontrollierend nachfragte und nocheinmal die wichtigsten Foderungen erhob. Bei ATIB gibt man Fehler zu. Zum Beispiel habe man zu lange "nebeneinander gelebt statt miteinander." Man verstehe auch die Bedenken, die es in der kleinen Rappgasse gibt und wolle bestmöglich darauf eingehen.
Klubobfrau Susanne Dietl
Brünner Straße 26-32
A - 1210 Wien
Tel: 0664/831 74 01
floridsdorf@gruene.at
KOMMENTARE
Benützungsbedingungen
Maximal 1000 Zeichen sind möglich, längere Texte werden automatisch abgeschnitten. Die Kommentare von BenutzerInnen geben nicht die Meinung der Grünen Wien wieder. Die Grünen Wien behalten sich vor, strafbare, rassistische, sexistische, diskriminierende, pornografische, nationalsozialistische oder beleidigende Kommentare zu entfernen bzw. den jeweiligen Account zu sperren. Alle BenutzerInnen sind für die von ihnen veröffentlichten Inhalte und Daten selbst verantwortlich. Die Grünen Wien übernehmen keine Haftung für die von den UserInnen produzierten und bereitgestellten Inhalte.


