Kultur sucht Nachhaltigkeit

Fair, sozial und klimagerecht handeln in der Kulturarbeit: Podiumsdiskussion über Strategien, um den sozialen Handabdruck zu stärken und den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

Die erste Expert:innenrunde thematisierte die soziale Gerechtigkeit in der Kulturarbeit, …
… und die zweite Runde beschäftigte sich mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Kulturbereich.
Unsere Wiener Kulturprecherin und Gemeinderätin Ursula Berner (Bildmitte) mit Bezirksrätin Gerda Daniel (links) und Aktivistin Molly Wurth (rechts) aus Floridsdorf.
Rund 80 Teilnehmer:innen kamen zu einem Austausch über klimasoziale Herausforderungen mit Expert:innen aus dem Kulturbereich zusammen.

Auch in Kunst und Kultur müssen Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen gedacht und miteinander verbunden werden – dazu hat die grüne Kultursprecherin Ursula Berner am 16. Februar 2024 in den Wappensaal des Rathauses eingeladen.

Rund 80 Teilnehmer:innen kamen zu einem Austausch über klimasoziale Herausforderungen mit Expert:innen aus dem Kulturbereich zusammen, darunter auch unsere Bezirksrätin Gerda Daniel und Aktivistin Molly Wurth.

In ihrer Begrüßung betonen Peter Kraus und Judith Pühringer, wie wichtig Kultur als Reflexionsraum in der Stadtplanung mit zu denken ist und wie sehr Kultur als Herzens-Nahversorgung für alle in der Stadt offen sein muss. Das heißt auch, das lokale Kulturangebot ausbauen!

soziale Nachhaltigkeit in der Kultur

Das erste Panel beschäftigte sich mit sozialer Nachhaltigkeit, sprich Strategien zur Stärkung des sozialen Handabdrucks im Kulturbereich. Dazu gehört eine faire Bezahlung und ausreichende soziale Absicherung in der Kulturarbeit, sprich flächendeckend Fair Pay; weiters Barrierefreiheit auf Bühne, Büro und Straße sowie Diversität und Arbeit an der Gemeinschaft. Als besonders schöne Vision formuliert es Sabine Gretner von Superar: Es braucht „eine aufgeklärte Gesellschaft, wo Kultur fixer Bestandteil des Lebens ist, damit wir uns alle weiter entwicklen können“

Klimagerechte Kulturarbeit

In einer zweiten Runde wurden Möglichkeiten und Grenzen für klima- und ressourcenschonende Maßnahmen für einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck bei Film, Theater und Festivals diskutiert. So werden derzeit in der Filmbranche das Green Producing, sprich u.a. umweltfreundliche Mobilität und Reduce, Reuse und Re-cycling beim Materialeinsatz, sowie das Green Story Telling forciert, z.B. mehr Fahrad fahrende Protagonist:innen. Green Producing ist auch Bestandteil von Kriterien für Filmförderung. Im Theaterbereich besteht diesbezüglich noch größerer Nachholbedarf; doch auch hier werden zunehmend Bühnenbildteile und Kostüme weiter verwendet. An Grenzen stößt man im Theater- und Ausstellungsbereich bei der CO2-Einsparung: wenn man international bleiben will, sind Flugreisen für Gäste, Künstler:innen und Referent:innen unvermeidlich – aber auch hier kann teilweise mit Videozuschaltungen gearbeitet werden.

Fazit

Einig sind sich alle, dass das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Kulturbereich weiter gestärkt werden soll: ins Tun kommen, denn aktives Handeln schützt vor Klimadepression.

Kulturelle Highlights

Eine besondere Bereicherung waren die kulturellen Beiträge im Rahmen der Kulturdebatten:

Als Rahmenprogramm gab es die Ausstellung „Waste Art“.

Das Konzert mit der Singer-Songwriterin Virgina Ernst und lebhaftes Networking bildeten den krönenden Abschluss des Tages.

Danke an Ursula Berner und ihr Team für die Organisation dieser aufschlussreichen Tagung!

https://www.ursulaberner.at/webauftritt/veranstaltung-kultur-sucht-nachhatligkeit-fair-sozial-und-klimagerecht/