Vergebliches Warten auf den Radweg Brünner Straße

Stellungnahme der Grünen Gemeinderät:innen Heidi Sequenz und Kilian Stark zu den Radwegplänen der Stadt Wien für Floridsdorf

Eine Frau und ein Mann halten eine großes Bild, das eine Vision von der Brünner Straße mit Radweg darstellt.
Heidi Sequenz und Kilian Stark, Mobilitätsprecher:innen der Wiener Grünen

„Bereits 2017 legte die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou die Pläne für den Radweg Brünner Straße vor, seitdem liegen diese in der berühmten Schublade. Auch bei der Präsentation des Radwegenetzes für Floridsdorf am 12. Februar 2024 durch Stadträtin Ulli Sima blieb der Radweg in der Brünner Straße ausgespart“, kritisiert Mobilitätssprecherin Heidi Sequenz.

Positiv sehen wir Grüne den Radweg auf der Prager Straße, der einen dringend notwendigen Lückenschluss im hochrangigen Radwegenetz darstellt – erfreulich sind auch die geplanten Baumpflanzungen. Allerdings sei der 2-Richtungs-Radweg mit 2,60 Metern viel zu schmal. „Wenn schon ein 2-Richtungs-Radweg, dann 4 Meter breit wie auf der Wagramer Straße“, so Sequenz.

„Jeder Meter Radweg ist zwar ein Fortschritt, aber mit dem angekündigten Ausbauprogramm hinkt Rot-Pink seinen eigenen Versprechungen von 41 Kilometern Radwegen pro Jahr weit hinterher. Die Lücke beträgt jetzt schon über 100 Kilometer. Die Stadtregierung muss dringend nachlegen“, fordert Radverkehrssprecher Kilian Stark.

Kritisch sehen die Grünen den Ersatz von funktionierenden Radwegen auf beiden Seiten der Floridsdorfer Hauptstraße durch einen 2-Richtungs-Radweg: Hier werden zwei Radwege auf einen zusammengepfercht. „Damit wird das Angebot für den Radverkehr drastisch verschlechtert. Stattdessen wären Investitionen dort wichtig, wo es bisher noch keine Radwege gibt, wie z.B. auf der Brünner Straße“, schließt Stark.