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am 16. Juni

Flächenwidmung Donaufeld Ost

Webredaktion Grüne Floridsdorf - Rechte Blockadefront streicht alle Qualitäten der Flächenwidmung Donaufeld. FPÖ-Vorschlag bedeutet weniger Grünflächen und Streichung der Klimaschutzmaßnahmen bei gleichem Bauvolumen

Nach dem dreijährigen Beteiligungsverfahren zur Stadterweiterung Donaufeld hat der Floridsdorfer Bauausschuss am Mittwoch, den 14. Juni 2017 eine Stellungnahme zur Flächenwidmung Donaufeld mit sehr wichtigen Verbesserungsvorschlägen zur Beschlussfassung empfohlen (siehe Download). In der am gleichen Tag abgehaltenen Sitzung der Bezirksvertretung wurde von den Grünen zusätzlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung als Ergänzung zur Stellungnahme des Bauausschusses beantragt.

Fächenwidmungsplan
BürgerInnenbeteiligung im Donaufeld

Beschlossen wurde in der Bezirksvertretungssitzung von FPÖ, ÖVP, NEOS und WIFF mit einer knappen Mehrheit von einer Stimme allerdings eine ganz andere, viel knappere Stellungnahme. In dieser wurden alle der zuvor erarbeiteten zusätzlichen Qualitäten herausgestrichen, lediglich die Zahl der Wohnungen blieb erhalten.

Donaufeld - Die ursprüngliche Stellungnahme des Bauausschusses

                           Die Entscheidung liegt nun beim Gemeinderat.​

​Susanne Dietl, Klubobfrau der Grünen, erklärt: „Die Flächenwidmungsentwurf sieht derzeit einen sensationell hohen Grünanteil vor. Die von der FPÖ in der Stellungnahme beschlossene Umschichtung würde auf Kosten dieser Erholungsflächen gehen!“​​

Bezirksrat Heinz Berger, ehemaliger Sprecher der Bürgerinitiative Donaufeld, ist empört: „Die FPÖ hat bei gleichbleibender Wohnungsanzahl sämtliche Qualitäten aus der Stellungnahme herausgestrichen. Von einer sehr durchdachten Bebauungsstruktur mit einem hohen Grünanteil, innovativen Baugruppen, einer reduzierten Stellplatzverpflichtung, von Dachbegrünungen, einem fortschrittlichen Energiekonzept und der Einbeziehung von Donaufeld in die internationale Bauausstellung (IBA) Wien ist nichts mehr übrig geblieben. Es ist für uns absolut unverständlich, dass ÖVP und NEOS dieser rückschrittlichen Stellungnahme zu einer Mehrheit in der Bezirksvertretung verholfen haben!“​

Bezirksrat Gerhard Jordan stellt zum Flächenwidmungsplan fest: "Im Zuge des Beteiligungsverfahrens zum Donaufeld-Leitbild gab es Dutzende Veranstaltungen, bei denen Gelegenheit war, Ideen einzubringen und sich über vorhandene Konzepte zu informieren. Wir Grüne und zahlreiche engagierte BürgerInnen haben dies getan. VertreterInnen der rechten Oppositionsparteien, die nun gegen die Vorschläge sind, waren dabei kaum zu sehen."​

So ist es auch wenig verwunderlich, dass die FPÖ in der Sitzung der Bezirksvertretung ein Verkehrskonzept für das Stadterweiterungsgebiet Donaufeld einforderte, das aber schon existiert und bereits vor Monaten präsentiert wurde:

https://unserdonaufeld.files.wordpress.com/2014/04/rundertisch_zg_donaufeld_dez2017.pdf

FPÖ gegen Grünzug
Nichts Neues ist hingegen die Ablehnung des Erholungsgebietes durch die FPÖ. Bereits in der Bezirksvertretungssitzung am 18. Juni 2014 stimmte sie gegen der Ankauf von Flächen zur Schaffung eines neuen Grünzugs in Donaufeld.

https://floridsdorf.gruene.at/themen/demokratie-beteiligung/aus-der-bezirksvertretung-vom-18-juni-2014