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am 9. November

Floridsdorfs Straßen werden "weiblicher"

Gerti Zupanich - Wird es bald nur mehr eintausend zu fünfzig stehen? Bis 2017 waren nur 30 von über 1000 Verkehrsflächen in Floridsdorf nach Frauen benannt. Mit neuen Benennungen in Donaufeld geht die Aufholjagd jetzt weiter.

Der Wunsch nach mehr weiblichen Straßennamen wurde in unserem Bezirk immer lauter. Durch das hartnäckige Bemühen der Grünen Delegierten in der Kultur- und Benennungskommission der Bezirksvertretung gelang es, auf das Missverhältnis zwischen Frauen und Männern aufmerksam zu machen und verdienstvolle Frauen aus allen Bereichen vorzuschlagen. Nach einer Abstimmung unter den BezirksvertreterInnen ist der Weg geebnet worden, Frauennamen bei den nächsten freien Verkehrsflächen – die es glücklicherweise noch in Floridsdorf gibt - auf die Liste zu setzen.​

2017 wurden im Stadtentwicklungsgebiet Siemensäcker drei Benennungen nach Frauen beschlossen: Claudia Dietl, (Architektin, Aktivistin in der Frauenbewegung), Selma Steinmetz (Widerstandskämpferin, Widerstandsforschung im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands) und Anna Boschek (weibliche Abgeordnete 1919 im Parlament).


2018 folgten drei weitere für das Donaufeld: Antonie Lehr (international und in der Lokomotivfabrik Floridsdorf in der Widerstandsbewegung tätig), Simone Veil (1979 bis 1982 erste Präsidentin des EU-Parlaments) und Nicole Fontaine (1999 bis 2002 Präsidentin des EU Parlaments).​


Mit der Benennung der neuen Straßen im Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld nach den beiden EU-Parlamentspräsidentinnen Simone Veil und Nicole Claude Marie Fontaine wird ein internationaler Schwerpunkt in Neu-Donaufeld gesetzt, der zusätzlich auch durch die Beteiligung der Internationalen Bau-Ausstellung 2022 an der Entwicklung dieses Stadtteils gegeben ist.

Wir haben für unseren Bezirk noch sehr viele Frauen, die es verdienen öffentlich sichtbar zu werden, und bleiben dran…