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am 7. Oktober

Gemeinsam an einer guten Zukunft arbeiten. Das ist Grün.

Brigitte Parnigoni - Im Gespräch mit Ulrike Lunacek: Mit der Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek ziehen Die Grünen in den Nationalratswahlkampf 2017. Die kommenden fünf Jahre werden darüber entscheiden, ob Österreich bei wichtigen Zukunftsfragen wie etwa Klima- und Umweltschutz, Zusammenhalt, Sozialpolitik oder Europapolitik ein Richtungswechsel gelingt.

Der Wahlkampf ist angelaufen, du bist in ganz Österreich unterwegs. Wie sind die Reaktionen auf die neue Grüne Spitzenkandidatin?

"Wenn ich Menschen auf der Straße oder bei Veranstaltungen treffe werde ich oft gefragt: Frau Lunacek, wie soll sich das alles noch ausgehen? Wie sollen sich die Mieten ausgehen? Wie soll sich ein gemeinsames Europa ausgehen? Wie soll sich das mit dem Klima ausgehen? Ich sage dann nicht: Ja, bereits ab morgen haben wir leistbare Mieten für alle, oder ab morgen stoppen wir ohne Zutun die Klimakrise. Die ÖsterreicherInnen können sich aber darauf verlassen, dass wir Grüne immer an den besten und konstruktiven Lösungen für alle Menschen arbeiten. Daher sage ich: Ja zum Mindestlohn, zur Mietzinsobergrenze, zu einer gerechten Vermögensverteilung durch die Einführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Nur mehr Gerechtigkeit sichert auch den sozialen Frieden in unserem Land."

Mit welchen Themen willst du im Wahlkampf punkten?

"Wir Grüne stehen für ein weltoffenes, solidarisches, ökologisches und pro-europäisches Österreich. Das ist Grün! In unserem Land ist jedeR willkommen, der/die die Art wie wir leben und lieben respektiert und akzeptiert. Mit solidarisch meine ich die Umverteilung von Vermögen der oberen 10 Prozent an all jene, die sich zum Beispiel keine Wohnung oder menschenwürdige Pflege leisten können. Wir können leistbare Mieten tatsächlich für alle schaffen, damit etwa Familien nicht in Wohnungsnot geraten. Daher brauchen wir auch die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer – jetzt! Der Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle wird neue Chancen für unser Land bringen. Stoppen wir die Subventionen für Diesel und Öl und setzten als Sofortmaßnahme eine Klima-Milliarde in den Ausbaue von leistbarem öffentlichem Verkehr ein. Und ich bin davon überzeugt, dass nur ein starkes pro-europäisches Österreich auch Gewicht hat. Wir müssen am Projekt Europa aktiv weiterarbeiten, auch wenn nicht alles was vonseiten der EU kommt positiv ist. Doch wir Grüne drehen dem erfolgreichsten Friedensprojekt nicht einfach den Rücken zu. Europa beginnt in Österreich."

Man bekommt wenn man etwa Soziale Medien beobachtet den Eindruck, Österreich wandert massiv nach rechts. Können Die Grünen das stoppen?

"Wir wollen verhindern, dass sich Österreich erneut ein blaues Auge holt. Wir wollen keine FPÖ in der Regierung. Wir wollen mit Inhalten punkten und die WählerInnen davon überzeugen, dass die FPÖ keine Alternative ist. Wir Grüne arbeiten am Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und geben nicht auf, auch wenn Kurz und Strache mit ihrer Angstmache unbeirrt fortfahren. Ich bin davon überzeugt, dass es möglich ist, unsere Heimat positiv aufzuladen, innovative Ideen der BürgerInnen in die politische Arbeit aktiv einzubeziehen. Gemeinsam können wir eine positive Vision von Österreich schaffen, das ist mein Ziel in diesem Wahlkampf. Gemeinsam an einer guten Zukunft arbeiten. Das ist für mich Grün."