Bezirkegruene.at
Navigation:
am 5. Juni

Neue Flächenwidmung für Donaufeld

Heinz Berger, Gerhard Jordan - Die Zukunft des Stadtentwicklungsgebietes Donaufeld ist seit langer Zeit Gegenstand engagierter und manchmal auch kontroverser öffentlicher Diskussionen. Bis 8. Juni 2017 läuft nun die öffentliche Auflage des Entwurfes für die neue Flächenwidmung – den Teil westlich der Dückegasse betreffend.

Derzeit wächst in Donaufeld noch der Salat, schon bald soll hier ein neuer Stadtteil entstehen.

Seit den frühen 1990er-Jahren gibt es Pläne, auf der sogenannten Leopoldauer Haide mehrere Tausend neue Wohnungen zu errichten. Es handelt sich dabei um ein Gebiet zwischen Fultonstraße, Donaufelder Straße, Dückegasse, Drygalskiweg und Alter Donau, das bis heute zu einem Gutteil von Gärtnereien geprägt ist. Für den Ostteil des Stadtentwicklungsgebiets Donaufeld gibt es nun einen Flächenwidmungsplan, der seit 27. April in der Servicestelle Stadtplanung, in der Bezirksvorstehung Floridsdorf oder auf der Homepage der Stadt Wien zur Einsichtnahme aufliegt. Es besteht die Möglichkeit in der Servicestelle oder online eine Stellungnahme abzugeben.

Nach langjährigen Planungen durch die MA 21 und die Planungsbüros stadtland und querkraft, und nach einem dreijährigen BürgerInnenbeteiligungsverfahren, das nicht zuletzt aufgrund der Forderungen von AnrainerInnen und der Initiative Donaufeld nach einer moderaten Bebauung und dem Erhalt von Grünflächen eingerichtet wurde, beginnt jetzt das konkrete Widmungsverfahren entlang der Dückegasse für ein Gebiet mit 33 Hektar. In der ersten Entwicklungsphase werden rund 1.000 Wohnungen entstehen.

Beteiligungsveranstaltung in Donaufeld

Die Pläne sehen in einem sogenannten „zentralen Ereignisband“ zwischen der verlängerten Arakawastraße und der verlängerten Prandaugasse eine relativ dichte und auch etwas höhere Bebauung, andererseits aber auch höhere Erdgeschoßzonen für gewerbliche Nutzung vor. Auch Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Nahversorgung und soziale Infrastruktur werden sich hier finden. Im südlichen Bereich ist eine weniger dichte und niedrigere Bebauung vorgesehen, während nördlich davon der Großteil noch keine Bebauungsbestimmungen erhält. Westlich davon bildet ein zwischen 100 und 300 Meter breiter Grünzug den Abschluss, der großteils als Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtelgewidmet wird – eine der zentralen Qualitäten des neuen Stadterweiterungsgebiets.

Wir setzen uns für eine Abstufung der Bauhöhe zu den angrenzenden Siedlungen (Reihenhäuser und Kleingärten) im Süden ein und haben dazu am 15. Februar 2017 einen Antrag in der Floridsdorfer Bezirksvertretung eingebracht, der noch verhandelt wird.

Zum Entwurf des Plandokuments können noch bis zum 8.6.2017 Stellungnahmen abgegeben werden.




Info (bis 8. Juni 2017):

Servicestelle Stadtentwicklung: 

1., Rathausstraße 14-16, 1. Stock.
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8-12:30 und Di. und Do. bis 17:30 Uhr.

Bezirksvorstehung Floridsdorf:

21., Am Spitz 1, 2. Stock, Zimmer 206.
Zeit: 11. 5., 18.5. und 8.6. 2017 von 14:30-17:30 Uhr.



LINK zu den Informationen über das Plandokument Nr. 8130: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/8130.html

Darüber hinaus wollen wir, dass bereits in der ersten Bauphase ein Bus in das Siedlungsgebiet hinein fährt, um zu gewährleisten, dass möglichst viele neue BewohnerInnen die öffentlichen Verkehrsmittel benützen, um nicht mit dem Auto auf den angrenzenden Straßen im Stau zu landen. Dazu soll auch eine reduzierte Stellplatzverpflichtung (70 Prozent) und die Einrichtung von Mobility Points beitragen.
Weiters unterstützen wir die Bemühungen, das Donaufeld als Projekt im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Wien 2022 als Stadtteil von möglichst hoher Qualität weiter zu entwickeln.