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am 20. Mai

Vom Umsteigen zum Abhängen

Brigitte Parnigoni - Die Initiative "Forum Öffentlicher Raum" will das Augenmerk auf Straßen und Plätze unserer Stadt richten und die Möglichkeiten aufzeigen, wie sie für die Menschen besser nutzbar sind und die Aufenthaltsqualität zu steigern ist.

"Abhängen" vor dem Amtshaus

Anhand einer Reihe von Veranstaltungen sollte das verdeutlicht werden. Unter dem Motto "Vom Umsteigen zum Abhängen" fand auch in Floridsdorf ein Spaziergang statt. Als Verkehrsknotenpunkt von S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahnen und Bussen sind sehr viele Menschen im Bezirkszentrum unterwegs - das Grätzel soll aber dank seiner attraktiver gestalteten Zonen vermehrt auch zum Aufhalten einladen.


Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Georg Papai und unserem Klubobmann Heinz Berger führte der Rundgang an einige Plätze, die dank ihrer Ausgestaltung bereits gerne von den BewohnerInnen genutzt werden, bzw. wo die Aufenthatsqualität noch gesteigert werden soll.

So werden nach der Neugestaltung der Bodenstedtpark (zwischen Bodenstedtgasse und S-Bahn), aber auch die Franklinpromenade mit ihren neuen Sitzmöbeln bereits gut genutzt.

Was die Menschen schätzen: Grünraum, einen bequemen Aufenthalt, die Möglichkeit zur Kommunikation. Das mag für die einen das Ausspannen auf bequemen Sitzmöbeln, für die anderen das Nutzen von Sport- und Spielgeräten sein.

Bewegungszone im Bodenstedtpark
Franklinpromenade
Laubengang entlang der Bodenstedtgasse


Der jüngst fertig gestellte Pius Parsch-Platz wird bereits gut genützt - v.a. Kinder freuen sich über Floridsdorfs bisher einziges Wasserspiel. Als Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas sollte die Möglichkeit von Brunnen, Wasserspielen, Begrünung etc. noch wesentlich besser genützt werden!

Die Umgestaltung des Schlingermarktes ist eines der großen Projekte der nächsten Jahre für Floridsdorf. Die Achse zwischen Bahnhofsplatz und Markt soll in Verlängerung der Pius Parsch-Promenade durch die Schleifgasse führen und für FußgängerInnen einladend gestaltet werden sodass sie sich gerne zum Markt lenken lassen.

Das Projekt Blocksanierungen des Wohnfonds Wien soll die Lebensqualität in dicht bebauten Vierteln​ steigern und nachhaltige Konzepte für die Aufwertung ganzer Häuserblöcke entwickeln. Eine Gruppe von ArchitektInnen hat sich dem Bereich zwischen Brünner Straße und Bahntrasse nördlich des Bezirkszentrums gewidmet. In diesen Bereich fällt auch die Schleifgasse, für die die Idee einer Begegnungszone ​entwickelt wurde.​

Wir hoffen sehr darauf, dass aus einer tristen Autowüste eine Promenade wird, auf der man gerne zum Markt bummelt!

Der Schlingermarkt selbst präsentiert sich zur Zeit eher trostlos: verwaiste Stände, unattrakative, herunter gekommene Marktzeilen. Auch die exemplarisch aufgestellten Sitzmöbel ändern daran nicht viel.

Für die Zukunft wünschen wir uns ein Marktareal, das zum Einkaufen, aber auch zum Aufhalten einlädt: sei es durch feine Geschäfte und Beiseln, sei es aber auch durch konsumfreie Zonen in angenehmer, begrünter, autofreier Umgebung einfach zum Rasten.

Das Airship 0.1, das eine Zeit lang am Schlingermarkt zu Gast war, soll verdeutlichen, welchen Beitrag Grünraum und Bäume für die Verbesserung des Mikroklimas leisten können: In Hitzeperioden kann die Temperatur dadurch nachweislich um etliche Grade gesenkt werden. Nochmal mehr trägt Wasser - sei es als Brunnen, Springbrunnen oder auch Sprühregen - zur Kühlung bei.

Sitzmöbel der Studentin Astrid Strak
Sprühnebel im Airship 0.1
Airship 0.1

Wir müssen also unbedingt darauf schauen, dass bei der Neugestaltung des Marktes der Begrünung genug Raum gegeben wird!​