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am 8. Juni

Frauen*volksbegehren 2.0

Brigitte Parnigoni - 20 Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren ist es Zeit, die damaligen Forderungen zu reflektieren. Grund genug, die Frauentreffen der Grünen Floridsdorf fortzusetzen und über die Ziele und Chancen des zweiten Frauen*volksbegehrens zu diskutieren.

Das zweite Frauen*volksbegehren                                                                           


Nach unserem Frauencafe im März diesen Jahres anlässlich des Internationalen Frauentages wollen wir die Serie von Frauentreffs zu brennenden Themen fortsetzen. 

2018 soll ein neues Frauen*volksbegehren auf die Beine gestellt werden: Es ist an der Zeit, die Umsetzung lange bestehender frauenpolitischer Forderungen und entsprechender Maßnahmen mit Nachdruck einzufordern. Die elf Forderungen des ersten Frauenvolksbegehrens, das 1997 unter dem Titel "Alles was Recht ist" immerhin fast 650.000 Unterschriften erzielte, sind beinah vollständig im Sand verlaufen.

"Heute, zwanzig Jahre später, wurden nur zwei Forderungen tatsächlich erfüllt", sagt Berivan Aslan, Nationalratsabgeordnete und Frauensprecherin der Grünen, bei einer Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Frauen*volksbegehrens 2.0.

Abhaken könne man die Forderung, dass auch alle Alleinerzieherinnen zwei Jahre lang Karenzgeld bekommen. Darüber hinaus sei das Pensionsalter für Frauen bis jetzt nicht mehr angehoben worden. 

Der Forderungskatalog des zweiten Frauen*volksbegehrens deckt im Wesentlichen drei Bereiche ab:

  • Arbeit & Wirtschaft
  • Familie & Gesundheit
  • Politische Teilhabe & Mitsprache 

Zentrale Forderungen sind etwa die Solidarisierung  mit Frauen* auf der ganzen Welt, aller Kulturen
und Religionen, jeder sexuellen Orientierung, mit geistigen und körperlichen Behinderungen und frei von ihrem sozialen Status,  die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen auf allen Ebenen oder vielfältige Buben*-, Mädchen*- und Geschlechterbilder, eine Neubewertung von Arbeit oder die solidarische und gleichberechtigte Übernahme von Verantwortung für die nächsten Generationen.

Hier findest du Informationen zum zweiten Frauen*volksbegehren und den kompletten Wortlaut der Forderungen.



Das Frauen*volksbegehren braucht auch  finanzielle Unterstützung.

Die Finanzierung erfolgt mit Hilfe eines Crowd-Funding-Projektes.

Die InitiatorInnen sagen Dankeschön!

Die Forderungen des ersten Frauenvolksbegehrens 1997 - Und Was nun?                                                                                                                                           

(gekürzt)

1​ Unternehmen erhalten Förderung und öffentliche Aufträge nur, wenn sie dafür sorgen, dass Frauen auf allen hierarchischen Ebenen entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung vertreten sind.

2 Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist anzustreben. ...

3 Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung sind arbeits- und sozialrechtlich der vollen Erwerbstätigkeit gleichzustellen.

4 Keine Anrechnung des PartnerInneneinkommens auf Notstandshilfe und Ausgleichszulage.

5 Die Gleichstellung der Frauenmuss auch durch staatliche Bildungsmaßnahmen gefördert werden ...

6 Jeder Mensch hat das Recht, Beruf und Kinder zu vereinen. ...

7 Zwei Jahre Karenzgeld für alle Alleinerzieherinnen

8 Gesetzlich garantierter Anspruch auf Teilzeitarbeit für Eltern bis zum Schuleintritt ihres Kindes mit Rückkehrrecht zur Vollzeitarbeit.

9 Ausdehnung der Behaltefrist am Arbeitsplatz nach der Karenzzeit auf 26 Wochen.

10 Jeder Mensch hat das Recht auf eine Grundpension, die nicht unter dem Existenzminimun liegen darf. ...

11 Keine weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen. ...

Angesichts der Tatsache, dass die meisten Forderungen nach wie vor gelten und auf ihre Umsetzung warten ist es an der Zeit, Frauen*politik auf der politischen Agenda zur Priorität statt zur Nebensache zu machen!

Komm zu unserem Frauentreff und diskutier mit uns!

Dienstag, 20. Juni 2017, ab 18.00 Uhr

im Grünen Büro, 1210 Wien, Brünner Straße 26-32

Mit dabei sind unsere Expertinnen Lena Jäger und Verena Florian