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am 22. Juni

Frauentreff zum Frauen*volksbegehren 2.0

Brigitte Parnigoni - Unser Sommer-Frauentreff widmete sich ganz dem zweiten Frauen*volksbegehren, das es 2018 geben wird. Über Inhalte und Vorbereitung wurde angeregt diskutiert.

Es ist Zeit!                                                                                                                                     

Den Gedanken, dass die Zeit für ein zweites Frauen*volksbegehren reif ist, hatten im vergangenen Jahr unterschiedliche Fraueninitiativen und Plattformen. Da war einerseits das zwanzigjährige Jubiläum des ersten Frauenvolksbegehrens 1997; so erfolgreich es damals - gemessen an der Zahl der  UnterstützerInnen​ - war, so wenig Niederschlag fand es in der politischen Umsetzung. Von den damaligen elf Forderungen wurden gerade einmal zwei realisiert.

Andererseits passierten auf der globalen politischen Bühne Dinge, die alarmierend genug waren um Fraueninteressen zu bündeln und unterschiedlichste Frauen* zur Überzeugung zu bringen, dass ein neuerliches Frauen*volksbegehren die richtige Antwort ist. Die Wahl Trumps zum Präsidenten der USA oder der Rechtsruck in etlichen europäischen Ländern wie Polen oder Ungarn mit zunehmend  frauenfeindlicher Politik und sexistischen Parolen, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen in Österreich haben ihren Beitrag zu diesem Entschluss geleistet.

Ein Zitat von Johanna Dohnal, die Österreichs Frauenpolitik nachhaltig geprägt und voran getrieben hat, steht als Motto über dem zweiten Frauen*volksbegehren:

"Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine 'weibliche Zukunft'. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn."


Zwar unterstützen die Initiatorinnen des ersten Frauenvolksbegehrens auch das zweite, das Organisationsteam, das die Umsetzung in Angriff genommen hat und seither höchst erfolgreich agiert,  setzt sich aber aus durchwegs neuen Frauen zusammen. Sie haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die professionellste Kampagne aller Zeiten auf die Beine zu stellen!

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sind mit damals nicht zu vergleichen, Internet und Social Media bewirken ein rasantes Tempo und Reaktionen beinah in Echtzeit.

Nicht zuletzt haben sich Frauenalltag und Rollenverständnis der Frauen entscheidend verändert. Umso verblüffender ist es, wie viele der Forderungen - wenn man von der zeitgemäßen Formulierung und Präsentation absieht - inhaltlich (fast) gleich geblieben sind.

Unser Frauentreff                                                                                                                 

Am 20. Juni hatten wir zwei Vertreterinnen des Orga-Teams bei uns zu Gast: Lena Jäger steht für die Kampagnenleitung, Agnes Roth-Gritsch kümmert sich um alle finanziellen Belange und hat das Mindestziel des Crowdfunding-Projektes zur Finanzierung des fvb mittlerweile erreicht. Das fvb muss bisher komplett ohne Fördergelder auskommen. Zwar haben sowohl Frauenministerin Oberhauser als auch die neue zuständige Ministerin Rendi-Wagner ihre Unterstützung bekundet, allerdings ausschließlich auf ideeller Ebene.

Außerdem ist Verena Florian, die selbst Unternehmerin ist und in der Grünen Wirtschaft Wien die Frauen vertritt, unserer Einladung gefolgt und hat zu den Forderungen des fvb interessante unternehmerische Aspekte ergänzt.

Viel haben wir erfahren über die Entstehungsphase des fvb, über sympathisierende Frauengruppen, die das komplette politische Spektrum Österreichs abdecken (unabhängig von frauenpolitischen Positionen in den entsprechenden Parteiprogrammen), über den mühsamen Weg des Crowdfundings, an dem sich viele SpenderInnen beteiligt haben. Es gibt aber auch GroßspenderInnen und prominente UnterstützerInnen. Übrigens - eine der Promis aus Transdanubien ist etwa Erika Pluhar. 


Lena Jäger
Agnes Roth-Gritsch
Angeregte Diskussion: Verena Florian und Susi Dietl

Wie geht es weiter?                                                        

Alle, die beim fvb mitarbeiten, tun dies ehrenamtlich; und es ist viel zu tun!

JedeR von uns kann sich beteiligen - mit Spenden, mit Öffentlichkeitsarbeit über Social Media, aber auch im Kampagnenteam selbst.

Sprecherinnen des fvb: Maria Stern, Teresa Havlicek, Schifteh Hashemi

Informationen dazu finden sich auf deg Homepage des fvb unter http://frauenvolksbegehren.at/​​

Da gibt es Details zu den Forderungen, den UnterstützerInnen, den Mitmachmöglichkeiten usw.​​


Der weitere Zeitplan zum fvb hängt unter anderem von der politischen Zukunft Österreichs und der Zusammensetzung einer Regierung nach den Nationalratswahlen im Herbst ab.

Jedenfalls wird es dann auch darum gehen, so viele Unterstützungserklärungen wie möglich zu sammeln - geplant sind unter anderem auch Standeln mit mobilen NotarInnen; sicher auch für uns Grüne in Floridsdorf ein gute Möglichkeit, uns einzubringen.

Forderungen des zweiten Frauenvolksbegehrens