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am 30. Juni

„StoP - Stadtteil ohne Partnergewalt“

Evelyne Stelzer - Die Zunahme an Gewalttaten gegen Frauen ist erschreckend. Gewalt in Partnerschaften ist keine Privatsache – sie ist eine Menschenrechtsverletzung! Wir wollen die erfolgreiche Nachbarschaftsinitiative "StoP" daher auch für Floridsdorf.

​Häusliche und sexualisierte Männergewalt gegen Frauen ist für viele Frauen in Österreich immer noch Teil ihres Alltags. Die Zahl der Frauenmorde steigt in den letzten Jahren kontinuierlich. Die Covid-19 Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen verschärften die Situation. Mitbetroffen sind mit massiven Folgen die im Haushalt lebenden Kinder. Langjährige und wiederholte Gewalt macht krank, es braucht frühzeitige Hilfe und Unterstützung.

Hier setzt die Nachbarschaftsinitiative „StoP“ an. Nachbar*innen können einen Beitrag zu einem gewaltfreien Miteinander leisten. Sogenannte „Männer- und Frauentische“ sind ein Ort, an dem sich Männer wie Frauen darüber austauschen können, was zu tun ist, wenn man selbst Ohren- oder Augenzeug*in von Gewalt in der Nachbarschaft wird. Es geht um Stärken der Zivilcourage und Strategien des Eingreifens, ohne sich selbst zu gefährden. Daneben geht es um Informations- und Aufklärungsarbeit, öffentlichkeitswirksame Aktionen sowie den Aufbau von Netzwerken für Betroffene.

„StoP“ will auch Kinder und Jugendliche und ältere Frauen und Männer gegen häusliche Gewalt und Partnergewalt stärken. Ein Aushang mit Tipps zur Zivilcourage​​ ist in vielen verschiedenen Sprachen verfügbar.

Gewalt in Partnerschaften ist keine Privatsache – sie ist eine Menschenrechtsverletzung.
Was bereits in Wien-Margareten​ und vielen europäischen Städten umgesetzt ist, muss es in allen Wiener Gemeindebezirken geben. Deshalb werden wir Grüne den StoP-Antrag in der nächsten Bezirksvertretungssitzung in Floridsdorf einbringen.​