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am 7. November

Grün-Erfolg: Trockene Brunnen werden "wiederbelebt"

Gerhard Jordan - In der letzten Bezirksvertretungssitzung stellten wir zwei Anträge, in denen wir die Wiederbelebung ehemaliger – noch bestehender, aber "trockengelegter" – Brunnen in Floridsdorf forderten.

Die Anträge wurden dem Umweltausschuss zugewiesen und dort am 16. Oktober behandelt. Bei der Bezirksvertretungssitzung am 6. November wurde nun ein erstes positives Ergebnis mitgeteilt.



Der aus einer Stele und einem blauen Mosaikbecken bestehende Brunnen im Marie-Schuller-Park in Neujedlersdorf, 1958 von Josef Seebacher errichtet, wird im Sommer 2020 wieder in Betrieb genommen. 

Die MA 42 (Stadtgartenamt) hat festgestellt, dass Leitungen noch existieren und dass keine Kosten für den Bezirk entstehen. Die MA 7 (Kulturamt) wird die Mosaikbeläge sanieren.

Die Umsetzung unseres zweiten Antrags, betreffend Brunnen in Gemeindewohnanlagen, wird noch etwas dauern, da die Anlagen in den Gemeindebauten erst erhoben werden.

Wir können dabei insofern helfen, als bereits bei einer Ausstellung zur "Kunst am Bau in Floridsdorf" im Bezirksmuseum im Jahr 2012 auf einer Tafel auf das Thema hingewiesen wurde.

Brünner Straße 108
Schlingerhof
Otto-Felix-Kanitz-Hof

Drei Brunnen sind noch mit den dazu gehörenden Becken erhalten, und zwar alle an der Achse Brünner Straße:

  • Im Schlingerhof, im Hof bei den Stiegen 11 und 12, steht ein Brunnen aus der Mitte der 1920er-Jahre. Die Sitzbänke rundherum werden gerne von BewohnerInnen genutzt, die sich über Abkühlung an hießen Sommertagen sicher freuen würden. 
  • In der Brünner Straße 108 gibt es - heute umzäunt und von Sträuchern weitgehend verdeckt - eine Brunnenplastik der Bildhauerin Margarete Bistron-Lausch (1906-1995) aus der Mitte der 1960er-Jahre. Sie stellt eine vegetative Form dar, deren "Blätter" Schalen für das Wasser bildeten.
  • Und im Otto-Felix-Kanitz-Hof in Neu-Stammersdorf (Kummergasse 7) befindet sich im Hof bei den Stiegen 4 und 5 der 1995 von Josef-Schneider-Willmann errichtete "Blaue Brunnen", der möglicherweise aufgrund seines geringen Alters am leichtesten zu "revitalisieren" wäre.