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am 13. Juli

Opening des Atelierhofs Schlingermarkt

Gerda Daniel - Am 7. Juli öffneten die FLORIWOOD Open Studios ihre Tore für das Publikum, nachdem das Vorhaben im November 2019 der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde.

Die Südtiroler Künstlerin Pia Lattanzi (rechts)

Das neue vom Verein Red Carpet Art Award betriebene Kunst- und Kulturzentrum in Floridsdorf sollte im Sommer 2020 eigentlich feierlich eröffnet werden. Doch die geplante bauliche Adaptierung musste aufgrund des coronabedingten Ausfalls von Sponsoring-Geldern verschoben werden. Dennoch konnten die Ausstellungsräume in der ehemaligen städtischen Bücherei und der dazugehörigen Ateliers rund um den Schlingermarkt nun einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Die „FLORIWOOD Open Studios“ haben das Potential, zum neuen Floridsdorfer Grätzl für Kunst und Kultur werden.

13 Künstlerinnen und Künstler präsentierten am 7. Juli ihre Werke in den Ateliers. Besonders beeindruckend fanden wir die tollen Bilder der Südtiroler Künstlerin Pia Lattanzi. Wie einst die alten Renaissance-Meister arbeitet sie mit selbst gemischten Farben, bei denen Ei-Tempera als Bindemittel fungiert. In der Geschichte der Malerei soll dies die älteste Form der Bindung von Farbpigmenten sein.  Die Farben begeistern durch ihre erdigen Töne, den besonderen Eindruck von Transparenz ihre rein natürlichen Inhaltsstoffe

Der Atelierhof – das sind die Räumlichkeiten der ehemaligen Bücherei - wird derzeit von Studierenden der Universität für angewandte Kunst unentgeltlich genutzt. Der Atelierhof steht aber auch für Veranstaltungen von Kulturinitiativen im Bezirk zur Verfügung.

​Nähere Informationen​​ zum Atelierhof Schlingermarkt und den Ateliers Schlingerhof I und II​

​Mittelfristig braucht dieses Floridsdorfer Projekt des Red Carpet Art Award (RCAA) jedenfalls eine gute finanzielle Absicherung – wie so viele Kulturorganisationen hat die Corona-Krise den Verein stark getroffen. Der 2010 gegründete Verein widmet sich erfolgreich der langfristigen und internationalen Förderung junger zeitgenössischer Künstler*innen, um ihnen öffentliche Wahrnehmung zu verschaffen. Das Projekt verdient weiterhin jeglichen Rückhalt des Bezirks. Kultur ist nicht verzichtbar und darf bei den Corona-Unterstützungsmaßnahmen nicht an letzter Stelle stehen.

Der Schlingermarkt und dieses neue Floridsdorfer Grätzl für Kunst und Kultur brauchen aber auch  eine für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen attraktive Verbindung zum Bezirkszentrum. Für eine solche Flaniermeile über die Schleifgasse werden sich die Grünen Floridsdorf einsetzen.

Wir werden weiter darüber berichten...