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am 26. November 2021

Grüner Erfolg: Es darf wieder abgebogen werden!

Webredaktion Grüne Floridsdorf - Seit mehreren Monaten ist im Bezirkszentrum eine Verbesserung für Radfahrer*innen umgesetzt, die von allen anderen Parteien außer uns Grünen abgelehnt wurde. Offenbar funktioniert es aber doch. Zur Zufriedenheit aller und ohne Beschwerden.

Früher gab es hier in der Angerer Straße ein Gebot zum Geradeaus-Fahren. Radfahrer*innen, die rechts auf den sicheren Radweg einbogen, wurden von der Polizei gestraft.
Das frühere Gebotszeichen berücksichtigte nur die Kraftfahrzeuge, nicht aber die für Radler*innen vorgesehenen Wege.
Grüner Antrag von November 2019. Abgelehnt von allen anderen Parteien.

Genau vor zwei Jahren, im November 2019, gab es eine heftige Auseinandersetzung in der Bezirksvertretung zu einem Grünen Antrag für eine Verbesserung für Radfahrer*innen. Dabei gab es von Mandatar*innen anderer Fraktionen sehr gehässige Wortmeldungen gegen Radfahrer*innen und gegen unseren Grünen Antrag. Das ganz gipfelte in einen dfz-Artikel "Radfahrer vor Grünen schützen", der bedauerlicherweise auch noch den Inhalt unseres Antrags falsch wiedergibt.
https://www.dfz21.at/dfz/radfahrer-vor-gruenen-schuetzen/

Umso größer war unsere Freude, als nur wenige Monate später eine Maßnahme in unserem Sinn umgesetzt wurde (siehe Foto von der neuen Beschilderung, aufgenommen vor über einem Jahr im Jahr 2020). Gemeinsam beschlossen wir, das Thema vorerst nicht öffentlich zu machen, sondern zunächst die Reaktionen der anderen Fraktionen abzuwarten.​

Doch es blieb still. Für Susanne Dietl, Bezirksrätin a.D., ist das keine Überraschung: "Die neue Beschilderung ist eine Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer*innen!" Was sie jedoch bis heute verwundert, ist die verbale Aggression bei einigen Mandatar*innen der anderen Parteien, die der Grüne Antrag damals auslöste.

Susanne Dietl erklärt, worum es ging: "Durch einen offensichtlichen Fehler in der Straßenbeschilderung konnten Radler*innen nicht legal von der Angerer Straße rechts auf den sicheren Rad- und Gehweg in der Pius Parsch-Promenade einbiegen, sondern mussten von den Vorschriften her auf der stark befahreren Angerer Straße weiterfahren. Das Rechtsabbiegen der Radler*innen von der Straße auf den Radweg wurde von der Polizei mit Geldstrafen geahndet."

Es war offensichtlich, dass es sich hierbei nur um einen Fehler bei der Beschilderung gehandelt hat. Das wollten wir Floridsdorfer Grüne mit einem Antrag beheben.

"Was wir für eine kleine Sache gehalten haben, wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung von einigen anderen Fraktionen zu einem Riesen-Wirbel aufgebläht. Das ganze führte dazu, dass unser Antrag von allen anderen Parteien abgelehnt und sogar eine Beratung in der Verkehrskommission verweigert wurde!", ergänzt Klubobmann Heinz Berger.

Susanne Dietl und Heinz Berger stellen abschließend fest: "Wir freuen uns wirklich sehr, dass die zuständige Magistratsabteilung den Fehler in der Beschilderung offenbar selbst erkannt und behoben hat, ohne dass sie unser Antrag je erreicht hat. Offenbar muss man entweder Verkehrsexpert*in oder Radfahrer*in sein, um das Problem zu erkennen. Die seit einigen Monaten geltende neue Stuation bringt jedenfalls Vorteile für alle Verkehrsteilnehmer*innen und Radler*innen können seither von der stark befahreren Straße auf den sicheren Rad- und Gehweg abbiegen, ohne gestraft zu werden!"