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am 10. März

Schwemmäckergasse: Anrainer*innen fühlen sich vom Bezirksvorsteher ausgetrickst

Wolfgang Parnigoni - Nur drei Monate nach der Befragung zum Gehsteigparken sucht Wiener Wohnen per Aushang Mieter*innen für die Garage, da diese nicht ausgelastet ist. Viele Anrainer*innen sind empört. Wurden bei der Befragung doch auch die Gemeindebaumieter*innen mit dem Argument zugelassen, es würde für diese in der Garage keine Parkplätze mehr geben und man könne die Garage auch nicht aufstocken.

Im Zuge einer Diskussion um Kfz-Stellplätze in der engen Schwemmäckergasse  gibt es neue Aufregung. Wie bereits berichtet​ muss dort Platz für Müllsammel- und Feuerwehrfahrzeuge geschaffen werden. Das derzeit praktizierte Parken beidseits der Fahrbahn ist illegal!

Angesichts der aktuellen Aushänge in vielen Stiegenhäusern der Umgebung, mit denen nach Parkplatz-Mieter*innen für die Garage von Wiener Wohnen gesucht wird, herrscht in der Schwemmäckergasse bei vielen Bewohner*innen Betroffenheit über die unfaire Vorgangsweise des Bezirksvorstehers bei der Befragung.​

Bürger*innenversammlung hat entschieden

In einer Bürger*innenversammlung zum Thema – wir haben berichtet - wurden vier Lösungsvarianten den Anrainer*innen zur Wahl gestellt. Durch BV Papai wurden aber nicht nur die Anwohnenden der schmalen Gasse zur Wahl zugelassen. Mit dem Argument, dass es für die Mieter*innen der Gemeindebauten in der Mitterhofergasse zu wenige Parkplätze gäbe, durften auch diese über das weitere Vorgehen abstimmen. Und die Wahl ging aus, wie sie ausgehen musste: Das beidseitige Parken in der Schwemmäckergasse wurde durch eine Mehrheit der Abstimmungsberechtigten bestätigt.

AUTOS MÜSSEN AUF DEN GEHSTEIG

Und um trotzdem die notwendige Fahrbahnbreite zu erreichen und das illegale Parken zu legalisieren, wurde entschieden, dass die Autos nun am Gehsteig stehen dürfen! Dass dadurch der ohnehin schon schmale Gehsteig nunmehr für manche Situationen unbenützbar wird, ist dem Bezirksvorsteher komplett egal. Dass die Bewohner*innen der Schwemmäckergasse wegen der zu nahe an den Gartentüren stehenden Autos teilweise dann nicht einmal mehr mit einer Krankentrage zum bereitstehenden Rettungswagen transportiert, oder mit einem Rollstuhl oder Kinderwagen den Gehsteig entlang fahren können, zählt offenbar nicht!​

Wiener Wohnen sucht Garagenparkende

Was für Bezirksvorsteher Papai allein zählt, sind Parkplätze, und das kostenlos für Autofahrer*innen! Und wie sich jetzt herausstellt, war Papais Argument der für die Mitterhofergasse nicht verfügbaren Parkplätze falsch. Kurz nach der entscheidenden Versammlung wurden alle Gemeindebaumieter*innen im Grätzel angeschrieben. Es gäbe eine ganze Reihe freier Parkplätze in den umliegenden Garagen von Wiener Wohnen und sie mögen doch dort freie Parkplätze anmieten. Nicht nur, dass BV Papai in der Schwemmäckergasse die Gehsteige für die Menschen dort schwierig benützbar macht, nimmt er durch sein Gratisangebot dem Garagenbetreiber die potentiellen Parkplatznutzer und bringt Wiener Wohnen um Mieteinnahmen. Eine Doppelmühle zu Lasten aller Steuerzahlenden!