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am 2. Dezember 2021

Sicherheit für Querende schaffen!

Erwin Toth-Isaszegi - Die gefährliche Kreuzung Jedleseer Straße / Sinawastingasse muss endlich entschärft werden. Es braucht eine sichere Querungsmöglichkeit für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind!

Derzeit existiert keine sichere Querungsmöglichkeit über die Jedleseer Straße auf Höhe der Sinawastingasse, obwohl diese als Teil des Hauptradwegenetzes Floridsdorf über den Steinitzsteg mit der Innenstadt verbindet. Die Radler:innen, aber auch Fußgeher:innen müssen manchmal minutenlang auf eine kleine Lücke im Auto-Verkehrsfluss warten, um die Straße queren zu können. Diese Warterei erhöht den Frust und man wird versuchen auch die kleinste Lücke zu nutzen. Dies kann jedoch gefährlich werden, da die Jedleseer Straße in diesem Bereich eine Tempo 50 Zone ist.

Diese Kreuzung hindert das Ausschöpfen des vollen Potenzials dieses Hauptradweges, denn sie bietet keine sichere Querungsmöglichkeit, schon gar nicht für Kinder oder ungeübte Radfahrer:innen. Diese
Gruppen benutzen den Radweg ungern oder meiden ihn sogar. Dieser Umstand ist unserer Meinung nach inakzeptabel. Ein Radweg muss von allen angstfrei und sicher befahren werden können.

Mit einer Ampel Verkehrsprobleme lösen...

​​Eine mögliche Lösung für das bestehende Problem ist eine Ampel. Dem Argument, dass der Bus 34A dadurch aufgehalten wird, kann man dadurch begegnen, dass sich der Bus die Ampel auf grün schalten kann. Außerdem können die entstehenden Lücken im Gegenverkehr die einbiegenden Busse der Linie 36A und 36B sogar beschleunigen, da diese derzeit beim Einbiegen in die Dunantgasse sehr lange warten müssen, bis eine Lücke in der Autokolonne frei wird.

Die Ampel würde auch ausfahrenden Fahrzeugen aus Nebengassen und Ausfahrten auf die Jedleseer Straße helfen. Die Ampel erzeugt durch ihre Schaltung Lücken in der Autokoolonne, die von Fahrzeugen und Menschen aus abzweigenden Gassen und Ausfahrten (z.B. der große Supermarkt Höhe Dunantgasse) benutzt werden können, um auf die Straße zu fahren oder sie zu queren.

Wir meinen: Mit einer Ampel kann die Attraktivität dieser Hauptradroute insofern gesteigert werden, da damit das letzte gefährliche Teilstück gesichert wird. Damit werden sich mehr Menschen und Familien trauen, diesen Radweg zu benutzen.​

...oder vielleicht sogar ganz Neue Lösungen andenken?

​Denkbar wären aber auch ganz andere Lösungen. Wie die bisherige Diskussion in der Bezirksvertreung gezeigt hat, gibt es von manchen Fraktionen durchaus Problembewußtsein für die Gefährlichkeit dieser Querung. Wir Grüne sind jedenfalls offen für neue Lösungen, die von anderen Parteien, Organisationen oder aus der Bevölkerung vorgeschlagen werden.

Das oberste Gebot ist für uns Grüne jedenfalls eine funktionierende und sichere Querungsmöglichkeit für jene Verkehrsteilnehmer:innen, die nachhaltig zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind und an dieser Stelle queren wollen.

Ganz besonders in Zeiten von Corona und Klimakrise steigen immer mehr Menschen auf das Rad um. Die Politik muss auch für diese Verkehrsteilnehmer:innen sichere Infrastruktur zur Verfügung
stellen. Selbst mit einer simplen Attraktivierung eines Radweges kann man Menschen eine Alternative zum Autofahren bieten.

Man schützt das Klima in kleinen Schritten oder Pedal-Tritten ;-)