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am 10. März

Verkehr im Donaufeld

Wolfgang Parnigoni - Die Unfallstatistik 2017 weist die B3 als unfallträchtigste Straße im Bezirk aus; FPÖ ignoriert Volksentscheid und Klimakrise!

Stau und Unfall auf einer Kreuzung

Stadterweiterung findet nicht nur in der Seestadt sondern auch im Donaufeld statt. Hunderte Wohnungen wurden in den letzten Jahren an neu in den Bezirk zuziehende Familien übergeben. Tausende sind in Bau; und noch viel mehr sind in Planung. Wenn sich so viele Menschen durch den Bezirk bewegen, gibt´s leider immer wieder auch Unfälle im Straßenverkehr.

Floridsdorfer Unfallbericht 2017 ist da

Unfallbericht 2017

Während im Vorjahr erfreulicherweise noch ein Rückgang der Unfälle mit FußgängerInnen zu verzeichnen war, sind diese im Jahr 2017 leider um 15 Prozent wieder angestiegen (85 Unfälle).​ Die Anzahl der Fahrradunfälle ist nahezu gleich geblieben (57 Unfälle); positiv ist, dass es auch 2017 wie schon 2016 keinen Verkehrstoten gab. Die Anzahl der bei Unfällen insgesamt verletzten Personen ist leicht zurückgegangen (445 statt 479), was bedeutet, dass  verhältnismäßig viel mehr FußgängerInnen als 2016 zu Schaden gekommen sind.​

Unfall-Hotspot ist eindeutig die B3, bei der es in den Jahren 2015 bis 2017 an vier Kreuzungen insgesamt 39 Unfälle gegeben hat – alleine an der Kreuzung mit der Donaufelder Straße 8!!​

Örtliche Zuordnung der FußgängerInnenunfälle

AUSBAU DES ÖV und von RadWEGEN DRINGEND NOTWENDIG


Wenn nun der stellvertretende FPÖ-Bezirksvorsteher Karl Mareda meint, dass eine zusätzliche Kreuzung der B3 (mit dem Satzingerweg) ein Verkehrsproblem löst, sollte er bedenken, was das für die im Donaufeld lebenden Menschen bedeutet! Noch mehr Unfälle, noch mehr verletzte und eventuell sogar getötete zu Fuß Gehende und Radfahrende.

Bei der im Herbst 2012 durchgeführten, durch die Floridsdorfer Grünen initiierten Grätzl-Befragung haben etwa 11.000 AnrainerInnen eine solche Entwicklung  vorhergesehen und zu 64 Prozent unmissverständlich gegen die Öffnung des südlichen Satzingerweges für Kfz gestimmt. Die Bezirks-FPÖ hat dieses Votum offensichtlich bis heute nicht verstanden!

Begleitend zur massiv stattfindenden Wohnbebauung im Bereich der Schichtgründe müssen folglich die öffentlichen Verkehrsmittel verstärkt ausgebaut werden. Die von den Grünen geforderte Busverbindung wäre dringend einzurichten!

Vorrang für Öffis

Verkehrspolitik ist Klimapolitik

Angesichts der Klimakrise ist es dringend geboten, den KFZ-Verkehr auf ein unbedingt notwendiges Maß einzuschränken. Attraktive, rechtzeitig verfügbare öffentliche Verkehrsmittel und sichere Fuß- und Radverbindungen können das Mobilitätsbedürfnis der FloridsdorferInnen befriedigen und bringen uns näher an die Erreichung der Klima-Ziele zwecks Begrenzung der Erderwärmung.​

Der Grüne Klubobman Heinz Berger bringt es auf den Punkt: „Angesichts von Klimakrise und Verkehrschaos in Donaufeld bietet nur ein rascher Ausbau des öffentlichen Verkehrs eine hoffnungsvolle Perspektive für unsere Enkel und Urenkel.“