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am 17. Oktober

Wir fordern eine sichere Radverbindung auf der Donaufelder Straße!

Wolfgang Parnigoni - Die Donaufelder Straße, lange Zeit eine Straße in beinahe dörflichem Umfeld, wird zu einer Hauptverbindung in dicht besiedeltem Wohngebiet. Dafür gibt es viel zu wenig Radinfrastruktur.



Die Donaufelder Straße, eine der wichtigsten Hauptstraßen Floridsdorfs, verändert gerade ihren Charakter. War sie die längste Zeit nur eine dünn besiedelte Verbindung zwischen Floridsdorf und Kagran, so wird sie durch die zunehmende Wohnbebauung nunmehr zum unmittelbaren Siedlungsgebiet. Tausende schon neu geschaffene und noch viel mehr bereits geplante Wohnungen produzieren Ziel- und Quellverkehr. Die Nahversorgung im Donaufeld funktioniert zum Glück noch – viele der BewohnerInnen nutzen daher das Fahrrad als individuelles Transportmittel, sind nicht auf das Auto angewiesen.

Den Straßen im Bezirksteil merkt man das nur insoferne an, als man immer und überall auf Radelnde trifft; ausgewiesene Radinfrastruktur gibt es wenig. Immer wieder werden Stimmen aus der Bevölkerung laut, die in der Donaufelder Straße einen Radweg fordern. Auch das Wiener Rathaus verlangt grundsätzlich baulich getrennte Radwege auf Hauptverkehrsstraßen.​

Da dafür – wie so oft – die nötigen Budgetmittel fehlen, wären als zwischenzeitliche  Lösung  sichere Radverbindungen zu verlangen: Mehrzweckstreifen oder zumindest eine Kennzeichnung mit Fahrradpiktogrammen (Studie der MA 46:Mehr Sicherheit durch Piktogramme). Nicht so geübte RadlerInnen würden sich viel leichter im Straßenraum zurecht finden und sich sicherer fühlen. „Mit Kindern auf der Donaufelder Straße Rad fahren ist unmöglich!“ hört man immer wieder. „Überall gibt´s Radwege, nur bei uns nicht!“ Dem entgegen zu halten, dass es in Floridsdorf ohnehin kilometerlange Freizeit-Radwege gäbe, klingt nach Ausrede – gewünscht werden nicht nur Freizeit-Radwege sondern auch sichere, direkte Möglichkeiten im Alltagsverkehr – ohne Umwege!

Fahrrad und Radweg



Dass das möglich ist, zeigt das Beispiel der inneren Prager Straße; im Bereich zwischen Am Spitz und Hermann-Bahr-Straße wurden in einer 1:1 vergleichbaren Situation beidseitig Mehrzweckstreifen eingerichtet.


Wie so oft wird jedoch auch in dieser Angelegenheit von der SPÖ-Floridsdorf gemauert, was das Zeug hält: kein Geld, kein Bedarf, geht nicht – Parkplätze! Die übl(ich)en SP-Killerargumente verhindern hier wie z.B. auch auf der inneren Brünner Straße, jeden Fortschritt in Sachen „sichere Radverbindungen“.

Eine rasche Investition in „mehr Sicherheit für Alltagsradfahrende“ und eine Änderung des Modal Split weg vom motorisierten Individualverkehr hin zum Radverkehr stellen einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise und zur Erreichung des Kyoto-Zieles (Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes) im Bereich Verkehr dar!

Für die Donaufelder Straße fordern wir eine sichere Radverbindung!