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am 6. Februar

Grüner Erfolg: Stadt Wien richtet Bildungsombudsstelle ein

Wolfgang Parnigoni - Kinderrechte schützen, sichern und bei Bedarf einfordern – darum kümmert sich ab sofort eine neue Bildungsombudsstelle in der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Mit ihrer Einrichtung wird ein Punkt aus dem rot-grünen Regierungsübereinkommen umgesetzt.

Schulsozialarbeit

Die Bildungsombudsstelle steht Kindern und Eltern bei Konflikten in Wiener Schulen und Kindergärten zur Seite, berät BildungspartnerInnen (SchülerInnen, Erziehungsberechtigte, LehrerInnen, ElementarpädagogInnen und FreizeitspädagogInnen) über Rechte und Pflichten und wird auch Projekte zur Konfliktprävention durchführen.​

Ziel: diskriminierungskritische, gewaltfreie und gemeinsam gestaltete Bildungseinrichtungen


Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Schutz, Förderung und Entwicklung sowie Teilhabe. Wir freuen uns, nun eine Stelle zu haben, die sich für die Rechte der Kinder und Jugendlichen in Bildungseinrichtungen einsetzt – vom Kindergarten bis zur Matura.

In Wien gibt es hunderte gute Schulen, Kindergärten und Kindergruppen, an denen gemeinsam gelebt, gelernt, gelacht und auch mal gestritten wird.  Bildungseinrichtungen können aber nur dann gut sein, wenn die Beteiligten bei Problemen reagieren und Lösungen suchen. Und dazu braucht es manchmal auch Menschen, die einen neuen Blick auf Situationen einbringen, beraten und vermitteln. „Herausforderungen konstruktiv angehen und dranbleiben, bis Lösungen gefunden sind, das ist unser Zugang“, so die Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits. „Und das für jeden einzelnen Menschen unter 18 Jahren.“​

David Ellensohn
David Ellenson

Bildungssprecher und Klubobmann der Grünen Wien, David Ellensohn:

„Die unabhängige Ombudsstelle unterstützt Kinder und Jugendliche bei allen Fragen und Problemen, die sie während ihres Bildungswegs haben: von Konflikten im Zusammenleben und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu Mobbing und vielem mehr. Wir freuen uns sehr über diese neu geschaffene Stelle, die sich für die Rechte der Kinder einsetzt und positive Impulse im Wiener Schulsystem setzen wird“.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft arbeitet weisungsfrei, anonym und vertraulich. Und alle Angebote sind selbstverständlich kostenlos.

Ob ungerechte Behandlung, Mobbing, Diskriminierung, unfaire Noten, fehlende Mitsprache oder etwas ganz anderes – die Bildungsombudsstelle berät und unterstützt Kinder und Jugendliche bei allen Anliegen, die den Bildungsbereich betreffen.

Die Bildungsombudsstelle bringt Lösungen

In diesem Sinne kümmert sich die Ombudsstelle sowohl um individuelle Probleme von Kindergartenkindern und SchülerInnen als auch um Probleme, die eine Klasse, Gruppe oder die Bildungseinrichtung als Ganzes betreffen.

Bei abwertendem Verhalten durch LehrerInnen, bei Diskriminierung, Gewalt und Mobbing, bei unfairen Noten, bei Ausschluss der SchülerInnen aus Entscheidungsprozessen, die sie betreffen, und in akuten Krisen, die im Kindergarten oder in der Schule alleine nicht gelöst werden können. Darüber hinaus bilden Austausch, Vernetzung, Information und Wissensvermittlung wichtige Tätigkeitsfelder.​​

Verzweifelter Jugendlicher

​​​Die Bildungsombudsstelle ist mit der Bildungsombudsfrau Ines Garnitschnig und dem Bildungsombudsmann Oliver Steingötter besetzt.​

Kontakt zur Bildungsombudsstelle​

  • Telefon: 01 70 77 000, montags bis freitags, 9–16 Uhr
  • E-Mail: post@jugendanwalt.wien.gv.at 
  • Persönlich: Alserbachstraße 18 im 9. Bezirk (nach Terminvereinbarung)
Informationen unter​ www.kja.at​​