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am 12. November

Impfzentrum Wassermanngasse: Eine wichtige Einrichtung zur Bekämpfung der Pandemie!

Webredaktion Grüne Floridsdorf - Gegen das kleine Ambulatorium in der Großfeldsiedlung gab es bei der Umsetzung heftige Proteste von rechtspopulistischer Seite. Heute ist es eine wichtige Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und bei den Besucher*innen äußerst beliebt.

Susanne Dietl, Bezirksrätin a.D., vor dem Impfzentrum in der Wassermanngasse

Lange stand die ehemalige Länderbank-Filiale in der Wassermanngasse / Ecke Herzmanovsky-Orlando-Gasse leer, bis die Stadt Wien sich im Jahr 1997 entschloss, in dem ungenützten Gebäude ein Ambulatorium für die medizinische und psychosoziale Betreuung Suchtkranker einzurichten. 1998 zog dort der "Verein Dialog. Hilfs- und Beratungsstelle für Suchtgefährdete und deren Angehörige" ein​.

Als 1997 die Einrichtung der Hilfsstelle bekannt wurde, gab es verständlicherweise berechtigte Sorgen von Anrainer*innen. Doch statt einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema wurde die Debatte leider von einer rechtspopulistischen Partei ausgenutzt, um gegen suchtkranke Menschen zu hetzen, die sich von der Beratungseinrichtung Hilfe zur Bekämpfung ihrer Abhängigkeit erhofften.​

Susanne Dietl, Bezirksrätin a.D. erinnert sich: „Wir Grüne haben die Schaffung dieser medizinischen Einrichtung in der Großfeldsiedlung von Anfang an unterstützt, da den zahlreichen Wohnbauten hier viel zu wenig Infrastruktur gegenübersteht. In der Bezirksvertretung gab es damals sehr ungute Debatten im Zuge der Umsetzung dieses Projekts. Alle Mandatar*innen, die sich für die Schaffung der Beratungsstelle eingesetzt haben, wurden von rechtspopulistischer Seite auf das heftigste beschimpft!​“

Seit dem Sommer 2018 dient das Gebäude nicht mehr als Ambulatorium für Suchtkranke, da dieses in den 22. Bezirk übersiedelte. Mit relativ einfachen Mitteln wurde das Gebäude in ein Impfzentrum für alle umgewandelt. In der Bevölkerung ist die kleine medizinische Einrichtung mittlerweile äußerst beliebt. Neben Covid kann man sich derzeit auch gegen das Grippevirus impfen lassen.

Geschätzt wird das kompakte Impfzentrum von den Besucher*innen vor allem wegen seiner überschaubaren Größe. "Man muss hier keine langen Wege zurücklegen. Für manche Besucher*innen ist das sehr wichtig.", erklärt Susanne Dietl. Sie ergänzt: "Und natürlich ist es erfreulich, dass den Menschen aus Transdanubien mit dieser Gesundheitseinrichtung eine zusätzliche Möglichkeit zu einzelnen Ordinationen geboten wird, sich in der Nähe des Wohnortes gegen das Covid-Virus impfen zu lassen. Angesichts der steigenden Infektionszahlen ist das eine wertvolle Unterstützung für alle Menschen, die einen aktiven Beitrag zur Entschärfung der derzeitigen Situation setzen wollen. Dank der guten Organisation vor Ort ist die Impfung in wenigen Minuten erledigt!"​