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am 27. März

Politik nach Corona – womit wir am Tag X wieder beginnen wollen

Brigitte Parnigoni - Aller Voraussicht nach im Herbst wählt Wien einen neuen Gemeinderat sowie neue Bezirksvertretungen. Und wieder – wenn auch anders als vor der Nationalratswahl 2019 – ist Österreichs gesellschaftliches und politisches System gerade auf den Kopf gestellt worden.

Vieles ist derzeit ungewiss, wir wissen nicht, wann wir zu einer „Normalität“ zurück kehren werden, und auch nicht, ob das noch die gleiche Normalität sein wird wie zuvor?

Eine solide Planung der politischen Arbeit ist in nächster Zeit nur schwer möglich. Gerade deshalb haben wir uns ein paar Gedanken gemacht, was uns wichtig ist, und vielleicht auch, worin uns die Krise bestärkt hat.

Ein zentrales Thema unserer politischen Arbeit wird nach wie vor der Klimanotstand sein. Und einmal mehr zeigt sich jetzt die enge Verknüpfung einer Krisensituation mit der sozialen Frage. Die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, beengte Wohnverhältnisse, (finanzielle) Unsicherheit … davon betroffene Menschen sind doppelt und dreifach verwundbar. Was liegt also näher als unsere Forderungen nach mehr Klimagerechtigkeit untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit zu verknüpfen: klimaverträglicher Wohnbau, ausreichend Grünraum in Wohnnähe, Verkehrsberuhigung, ein stärkeres Sicherheitsnetz, das Land und Gemeinden bereit halten etc. sind mehr denn je Gebote der Stunde. Auch in der Bezirkspolitik werden wir auf Klima- und soziale Verträglichkeit aller Maßnahmen schauen.


Vielen Leuten, die jetzt außer Haus unterwegs sind, fällt der stark reduzierte Autoverkehr positiv auf und sie setzen ihr Vertrauen in uns, dass wir am Erhalt und der Schaffung von Grünraum weiter arbeiten, dass wir uns bemühen, den öffentlichen Raum für die Menschen zurück zu erobern.

Die Corona-Krise ist eine schwere Herausforderung, aus der wir aber durchaus auch etwas lernen können und sollen. Um die Covid19-Krise nachhaltig zu überwinden, werden wir noch eine ganze Weile gefordert sein, flexibel und solidarisch zu sein. Neoliberale Strukturen und marktwirtschaftlicher Vorteil reichen für das Gemeinwohl nicht aus, erweisen sich als wenig krisensicher. Daher bemühen wir uns um lokale Produktion im Bezirk, um Nahversorgung, um intakte Infrastruktur in allen Grätzeln.

Wir freuen uns darauf, wenn wir die Menschen auch wieder persönlich – abseits von Newsletter und Telefon - erreichen können. Noch wissen wir nicht, wann dieser „Tag X“ sein wird. Zögern Sie nicht uns Ihre Anliegen mitzuteilen, damit wir dann gerüstet sind, und wieder in gewohnter Weise für alle Menschen im Bezirk arbeiten können. 

Bleiben wir gesund, aktiv, flexibel und offen für Neues!