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am 20. Februar

Wir fordern eine Überarbeitung der bisherigen Pläne für das Donaufeld!

Webredaktion Grüne Floridsdorf - Bereits im Frühjahr 2020 haben die Grünen Floridsdorf ihre Position zu einer Neuorientierung der geplanten Stadtentwicklung in Donaufeld veröffentlicht. Mittlerweile wurde eine ausgefeilte Strategie von uns entwickelt, die eine Reihe von Eckpunkten beinhaltet.

Zwei anscheinend unvereinbare Positionen prägen derzeit die Diskussion um nachhaltige Flächenverbrauchs- und Bodenpolitik​. Einerseits spricht viel für urbane Verbauung gegenüber einer Abwanderung ins Umland von Großstädten mit einem Vielfachen an Flächenverbrauch je Einwohner*in. Und daran ist nicht ökologisch.

Andererseits gilt es, dort wo noch fruchtbare Böden vorhanden sind - und das Donaufeld weist tatsächlich hochwertigen Schwemmlandboden auf -, diese zu erhalten.

Wir haben nun versucht, diesen Spagat tatsächlich zu schaffen und eine Strategie zu erarbeiten, die beiden Überlegungen gerecht wird. Eine ausführlichere Darstellung findet sich in der nebenstehenden Downloadbox.

Hier die Kernaussagen:

  •  Südwestliches Donaufeld (mindestens 10 Hektar Fläche südlich des Ereignisbandes im westlichen Donaufeld) von jeglicher Bebauung freihalten und zusätzlich zum Grünzug (Immergrün) für Erholung, Landwirtschaft, Nachbarschaftsgärten, Naschgärten, „Gstätten“ erhalten. Einbeziehung von 6 Hektar im südlichen Grünzug (Immergrün) in diese Nutzung. 
  • Erhalt der Bio-Gemüse-Produktion (vgl. „Bioschanze“) und Förderung neuer Bio-Landwirtschaft zur Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln. Dialog mit Grundbesitzer*innen (Bauträger*innen, Wohnfonds Wien, Private) über die Rahmenbedingungen von Abtausch/Ablöse von Flächen.
  • Dichtere Bebauung (bis max. Grundflächenzahl 3) unmittelbar an den hochrangigen öffentlichen Verkehrsachsen Donaufelder Straße und Dückegasse als Kompensation dafür, dass das südwestliche Donaufeld von jeglicher Bebauung freigehalten werden kann.
  •  Urbane Verdichtung entlang der dringend notwendigen Querverbindung zwischen den Zentren der beiden transdanubischen Bezirke Floridsdorf (21) und Donaustadt (22).
  •  Vorrangig sozialer Wohnbau; freifinanzierte Projekte nur in notwendigem Ausmaß zur sozialen Durchmischung. Effiziente Maßnahmen gegen die Errichtung von Kapitalanlageobjekten.
  •  Weitere Baugruppen (das große Interesse an der Baugruppe „Treibhaus Donaufeld“ im Quartier „An der Schanze“ zeigt den Bedarf!)
  •  Im Ereignisband nur öffentliche Funktionen mit grünem Charakter, bspw. in Grünraum integrierter, pädagogisch innovativer Schulcampus mit Schulgärten, soziale und kulturelle Projekte, Freiluftbühne(n), grüne Sport- und Erholungsflächen.
  •  Integration von Selbstanbauflächen in die wohnungsnahe Grüngestaltung durch Wohnbauträger*innen und Wettbewerbsvorgaben. Bestehende Projekte haben gezeigt, dass das Ankommen und die Integration der neuen Bewohner*innen sowie die gute Nachbarschaft dadurch gefördert wird.
  •  Festschreibung von echten Leuchtturmprojekten (Stadtlandwirtschaft, Green Houses, Blue Houses, Vertical Forests, Gemüse am Dach, Schulgärten, …)
  •  Artenschutz und Biodiversität – Ausreichend Grünflächen für geschützte Tiere und Pflanzen erhalten.