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am 2. April

Floridsdorfer Schulweggipfel mit ersten Erfolgen

Wolfgang Parnigoni - Ein schon im April 2016 beantragter sicherer Schulwegübergang in Stammersdorf wird jetzt doch kommen.

Kinder


Das Grüne ExpertInnengespräch vom 7.  März 2019 zum Thema „Sichere Schulwege“ zeitigt erste Erfolge. Der ursprünglich durch die Floridsdorfer Grünen bereits im April 2016 eingebrachte und von der Bezirksmehrheit damals abgelehnte Antrag auf Verbesserung eines Schulwegüberganges über die Kummergasse beim Okopenkoweg in Stammersdorf wird nunmehr wieder eingebracht und diesmal einstimmig beschlossen werden.

Freude am Schutzweg


Auch Anfragen zur Einrichtung von Schulstraßen für die Volksschulen Lavantgasse, Mayerweckstraße, Schumpeterweg und Prießnitzgasse sind bereits bei der Mobilitätsagentur eingelangt.​

Zur Erinnerung: Für die Realisierung einer Schulstraße gibt es einen genau festgelegten Ablauf: Schulgemeinschaft – Einbindung Mobilitätsagentur – Bezirk - MA46. Anna Haberl von der Mobilitätsagentur (anna.haberl.@mobilitaetsagentur.at​ , Tel. 4000-49951) unterstützt gerne bei der Planung und Information.​

Klubobmann Heinz Berger: „Wir werden jedes Anliegen einer Schule, das die Sicherheit unserer Schwächsten im Verkehr erhöht, in der Bezirksvertretung befürworten! Und zwar bevor - wie zuletzt wieder in  Döbling - ein Kind am Schulweg von einem PKW verletzt wird.“ Er zitiert Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou: „Ich möchte, dass sich niemand Sorgen machen muss, wenn die Kinder auf dem Schulweg unterwegs sind“.
Hanna Schwarz von „geht-doch.wien“ bekräftigt: „Kinder wollen selbständig sein, auch am Schulweg!“.

Die aktuelle 30. Novelle der StVO ermöglicht das. Neu ist seit 1. April (kein Scherz), dass Kinder bereits ab neun Jahren allein radeln dürfen (bisher erst ab zehn) und ab sofort auch schon Achtjährige ohne Begleitung mit Tretrollern und Scootern auf Gehsteigen  in die Schule fahren dürfen.​

„Unser Verkehrssystem nimmt auf Kinder viel zu wenig Rücksicht​. Und das spiegelt sich leider auch in der Unfallstatistik wieder“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Besorgniserregend ist, dass die Zahl der Kinderunfälle anstatt zu sinken zuletzt sogar gestiegen ist: Im 1. Halbjahr 2018 (für das 2. Halbjahr liegen noch keine Daten vor) kam es zu 1.321 Verkehrsunfällen, bei denen Kinder verletzt wurden, um 7,9 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2017. Der VCÖ weist darauf hin, dass auch im Gesamtjahr 2017 die Zahl der Kinderunfälle mit 2.568 um 7,6 Prozent höher war als zwei Jahre zuvor im Jahr 2015.​​

Wo befinden sich noch gefährliche Wege, wo muss rasch reagiert werden? Besser als PolitikerInnen wissen es noch immer die Eltern und die Kinder selbst. An welchen Stellen vor Schulen haben Sie Angst um Ihr Kind? Wo könnten kleine oder größere Veränderungen Leben retten? Schicken Sie uns ein e-Mail an floridsdorf@gruene.at​​.