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am 9. Oktober

Kündigung der Kleingärten am Satzingerweg angekündigt!

Heinz Berger - KleingärtnerInnen am Satzingerweg bangen um ihre schönen Erholungsoasen. Wohnbaustadtrat Ludwig kündigt ihren Rauswurf an.

Im heurigen Frühling wurden die Grundstücke der Kleingartensiedlung zwischen Satzingerweg, Siegfriedgasse, Karl-Nieschlag-Gasse und Karl-Hummenberger-Gasse neu parzelliert. Bei einem davon ist schon im Grundbuch die Anmerkung  "Änderung in Vorbereitung" eingetragen und ein weiteres Grundstück gehört bereits seit 2015 einer Immobiliengesellschaft. Derzeit hat das Gebiet aber noch eine Widmung als Gartensiedlungsgebiet.

Auf eine Anfrage der Grünen in der Bezirksvertretungssitzung am 13. September 2017 antwortetet Wohnbaustadtrat Michael Ludwig damit, dass von der Stadt Wien "die Baureifgestaltung der städtischen Bereiche in Angriff genommen" wurde. Andererseits antwortete er aber auch, die "MA 69 - Immobilienmanagement beabsichtigt zurzeit nicht, eine Umwidmung zu beantragen".

In diesem Gartensiedlungsgebiet gibt es sehr schöne Gärten (siehe Foto), die nicht nur für die unmittelbaren NutzerInnen, sondern auch für die AnrainerInnen und das lokale Mikroklima ein echter Gewinn sind. Da in der unmittelbaren Umgebung ohnehin schon sehr intensiv gebaut wurde und wird, sollten diese wertvollen Grünflächen nicht -  und auf keinen Fall ohne öffentlich Diskussion! -  eliminiert werden. Es wäre ewig schade, wenn auch diese Kleingärten Wohnbauten weichen müssten, aber es ist noch viel unverständlicher, eine Baureifgestaltung vorzunehmen, wenn die Flächen gar nicht umgewidmet werden sollen. Warum wirft man dann die derzeitigen NutzerInnen überhaupt hinaus?

Man darf gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht! Wir Grüne stehen jedenfalls auch nach der Wahl nicht für eine Gefälligkeitswidmung für Immobilieninvestoren zur Verfügung, sondern hoffen mit den KleingärtnerInnen auf den Erhalt des Gartensiedlungsgebietes.