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am 13. Dezember 2019

Neues von der Schwemmäckergasse - BV Papai gegen FußgängerInnen

Heinz Berger - Eigentlich ist die Sache ganz klar: Wenn eine Straße wie die Floridsdorfer Schwemmäckergasse zu schmal für beidseitiges Parken ist, braucht man doch nur auf die rechtlich ohnehin eindeutige Situation hinweisen. Genau das hat die MA 46 in ihrem ersten Vorschlag nach einer Anzeige wegen widerrechtlichem beidseitigem Parken auch vorgeschlagen.

Janine Schmidt im Rollstuhl, Gemeinderat Niki Kunrath und Susi Dietl, Stv Klubobfrau Grüne Floridsdorf, sowie ein Vater mit Kinderwagen

Das wäre auch die preisgünstigste Lösung, wenn einfach auf einer Straßenseite das Parkverbot kenntlich gemacht würde, wie von der MA 46 vorgeschlagen.

Doch dann trat BV Georg Papai auf den Plan und wollte unbedingt das illegale Parken legalisieren, indem er die ohnehin schon viel zu schmalen Gehsteige auf die Mindestbreite von 150 cm verschmälern lässt, aber nicht einmal mit einer ordentlichen Gehsteigkante, sondern mittels einer Gehsteigabschrägung, die Tür und Tor zur Überschreitung der nur aufgepinselten Markierung öffnet.


Dass in der Gasse auch eine Rollstuhlfahrerin, die schon heute oft nur schwer zwischen abgestellten Gegenständen durchkommt, dann möglicherweise ihr Haus zeitweise nicht mehr verlassen kann, lässt den Bezirksvorsteher offenbar kalt. Für ihn ist die Wiener Standard-Gehsteigbreite von zwei Metern "zum Kren Reiben".

Zum Leeren abgestellte Mistkübel machen ein Durchkommen nahezu unmöglich.

Am Donnerstag, 19. Dezember 2019, 18:00 Uhr findet im PensionistInnenklub in der Jedlersdorfer Straße 99/19 eine Informationsveranstaltung statt, bei der insgesamt vier Vorschläge präsentiert werden. ​​

Während drei Vorschläge zu Lasten von FußgängerInnen oder Grünflächen gehen (zwei Varianten mit Gehsteigverschmälerungen und eine mit neuen Parkplätzen auf bisherigen Grünflächen) treten wir Grüne gemeinsam mit unserem Sprecher für Menschen mit Behinderung Niki Kunrath für die einfache und kostenneutrale Lösung ein: „Versetztes Parken. Damit kommen Feuerwehr und MA48 bequem durch und zugleich wird Tempo 30 eingehalten und Menschen mit Behinderung oder Kinderwagen haben genügend Platz am Gehsteig.“ Das ist auch der Wunsch der Anrainer*innen, die dafür Unterschriften gesammelt haben.