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am 5. Juni

Sanierung Franklinstraße gestartet – Chance vertan!

Wolfgang Parnigoni - Floridsdorf hätte einen weiteren Prachtboulevard haben können; der Bezirksvorsteher wollte nicht. Wir haben berichtet.

Die Bauarbeiten in der Franklinstraße haben begonnen. Die längst fällige Sanierung der viel genutzten Schulstraße wird nun durchgeführt. Ein Anlass sich zu freuen, nein! Der bauernschlaue Floridsdorfer Bezirksvorsteher nützte die Gunst der Stunde, sich eine notwendige Maßnahme auf Kosten der Stadt umsetzen zu lassen und verhindert dadurch eine der Klimakrise entgegenwirkende Verbesserung der Gesamtsituation.​​ Denn die Sanierung der Franklinpromenade war ohnedies bereits im Bezirksbudget vorgesehen.

Stadt Wien bietet Geld für „coole“ Straße

Unser Bezirk hätte die Chance gehabt, einen weiteren, der ruhigen und schattigen, „coolen“ Franklinstraße ähnlichen Straßenzug erhalten zu können. Die zuständige Stadträtin der Grünen, Vizebürgermeisterin Birgit Hebein hatte den Bezirken dafür im Kampf gegen Hitzeinseln Steuergeld aus ihrem Budgettopf angeboten. Straßenraum sollte für die AnrainerInnen frei gemacht werden, Autos aus der unmittelbaren Wohngegend verbannt, Bäume gepflanzt und Platz für Spiel und Spaß den FloridsdorferInnen zur Verfügung gestellt werden. Kurz – ein Grätzel hätte eine gravierende Aufwertung erfahren!

Fortschritt verhindert

Es war auch nicht so, dass dazu keine Ideen und Vorschläge vorgelegen wären. Nur ein Beispiel: Die Attraktivierung des Schlingermarktes durch eine Fortsetzung des autofreien Pius-Parsch-Platzes über die Angerer Straße drüber durch eine umgestaltete, dann „coole“ Schleifgasse. Was für ein Fortschritt!

Mehrere solcher Ideen lagen auf dem Tisch. Alleine der Floridsdorfer Bezirksvorsteher wollte es anders. Die Sanierung der Franklinstraße war überfällig. Was lag näher, als das Geld für „coole Straßen“ dafür zu verschwenden.

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher, Sie haben durch diese Maßnahme dem Bezirksbudget Geld gespart, den BezirksbewohnerInnen haben Sie dadurch einen Bärendienst erwiesen. Die Chance, einen weiteren Boulevard Ihren WählerInnen im Bezirk bieten zu können, wurde kleingeistig vertan!​​