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am 5. Mai

Wir wollen eine Neugestaltung und Belebung des Kinzerplatzes

Heinz Berger - Der Kinzerplatz ist zweifellos eines der kulturhistorischen Juwele von Floridsdorf und von ganz Wien. Und das nicht nur wegen der einst als Dom von Niederösterreich von Franz Ritter von Neumann kurz vor seinem Tod 1905 geplanten und vor Kriegsbeginn im Jahr 1914 fertiggestellten Kirche, sondern auch wegen mehreren weiteren bedeutenden Gebäuden und wegen der Grünflächen und alten Baumbestandes.

Bieler-Hof



​​Die Jugendstilkirche St. Leopold ist ein Kulturschatz von überregionaler Bedeutung; aber auch der von Adolf Stöckl 1927 fertiggestellte Bieler Hof, ein typischer Gemeindebau des Roten Wien, weiters auch der 1932 von Franz Amlacher für das Stift Klosterneuburg erbaute Klugerhof und eine Reihe von Gründerzeitgebäuden rund um den Platz sind wichtige Baudenkmäler der Zwischenkriegszeit.​

Angesichts der Klimaerwärmung sind aber auch der hohe Grünflächenanteil und der alte Baumbestand von außerordentlichem Wert und machen den Platz in den Hitzemonaten nicht nur für die AnrainerInnen zu einer schattigen Oase in der dicht verbauten Umgebung.​​


Das große Problem des Platzes ist jedoch, dass er derzeit hauptsächlich als Parkplatz für 300 Autos dient, was einer guten Entwicklung leider entgegensteht. Daher stimmen wir dem in den regionalen Medien veröffentlichten Vorschlag von Bezirksvorsteher Papai natürlich zu, die Oberflächenparkplätze zu entfernen, den Platz noch attraktiver zu gestalten und damit möglichst auch zu beleben.

Derzeit dominieren Autos den schönen Platz

Dabei ist uns aber besonders wichtig, dass im Zuge der Neugestaltung keiner der Bäume weg kommt. Sollten während der Arbeiten einzelne Fällungen unumgänglich sein, so müssen die Bäume nach Abschluss in mindestens der gleichen Anzahl und Qualität wieder gepflanzt werden.
Weiters darf eine allfällig zu errichtende Parkgarage keinesfalls aus dem Bezirksbudget finanziert werden; und nach Abschluss der Bauarbeiten muss die Oberfläche wieder begrünt und der ganze Platz frei von abgestellten Autos sein. Im lokalen Umfeld Parkraumbewirtschaftung einzuführen wird es ermöglichen, dem Stellplatz-Druck insbesondere der AnrainerInnen entgegen zu treten.


Die Neugestaltung des Platzes als barrierefreie Begegnungszone mit noch mehr Grün, Schanigärten, Spielplätzen, Wasser- und Ruheinseln sollte die Aufenthaltsqualität für die Menschen jeden Alters erhöhen und den Kinzerplatz auch als Schulstandort zu einem kleinen "Garten Eden" machen.​