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am 23. Juli

Bodenschutz ist Klimaschutz!

Gerda Daniel - Der Klimawandel ist (nicht nur) in Floridsdorf angekommen, und die Bodenversieglung trägt ihren Teil dazu bei. Die "Am-Schauplatz"-Sendung vom 22.7.​​ beleuchtete dieses Thema anhand des drohenden Verlusts von fruchtbarem Ackerboden in Donaufeld.

Man kann davon ausgehen, dass Wetterextreme in Zukunft häufiger auftreten werden. Das Hochwasser am Donau-Entlastungsgerinne nach den starken Regenfällen am 17. und 18. Juli zeigt es unmittelbar in Floridsdorf.​

​Österreichweit werden täglich 13 ha wertvollen Bodens verbaut und versiegelt. Wichtige Funktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, gehen dadurch verloren: Regenwasser kann weniger gut versickern, die Hochwassergefahr steigt. Und es steigt das Risiko, dass bei starken Niederschlägen die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr fassen kann. Somit kommt es viel rascher zu örtlichen Überschwemmungen, wie Österreich es Mitte Juli erlebt hat. Aber auch die natürliche Bodenfruchtbarkeit wird durch Versiegelung beeinträchtigt: die Bodenfauna wird zerstört, wenn der Boden von Luft und Wasser abgeschlossen ist.

In Ballungsräumen ist die Bodenversiegelung ein drängendes ökologisches Problem, auch wenn Wien das Bundesland mit dem geringsten Flächenverbrauch ist. Vor zwei Jahren wurde Wien in einer Studie als eine der 10 Städte Europas identifiziert, die am stärksten von der Klimaerwärmung betroffen sind. Expert*innen warn(t)en vor hausgemachten Fehlern wie der Versiegelung der Böden. „Je weniger Asphalt und versiegelte Flächen, desto besser kann die Stadt „atmen“, also Hitze aufnehmen, kühlend wirken und auch die heftigen Regengüsse bei Unwettern auffangen“.
https://science.orf.at/v2/stories/2987093/​

Im Fall der aktuellen Hochwasser nennt auch Grünen-Umweltministerin Leonore Gewessler in einem orf-at-Beitrag​ das Problem der Bodenversiegelung: „Je weniger versiegelt der Boden ist, desto leichter kann auch Wasser versickern“. Grundsätzlich gebe es „eine Vielzahl von Maßnahmen, um uns an die Folgen der Klimakrise, die wir nicht mehr abwenden können, auch anzupassen.“

Die "Am-Schauplatz"-Sendung vom 22.7.​​ widmete sich ebenfalls dem Thema Bodenversiegelung in Österreich, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Verlusts von fruchtbarem Ackerboden. Eines der in der Sendung vorkommenden Beispiele beleuchtet die drohende Versiegelung aller fruchtbaren Ackerflächen im Donaufeld.

Wir Floridsdorfer Grüne setzen uns dafür ein, dass - zusätzlich zum geplanten Grünzug - die Acker- und Gemüsebauflächen im südwestlichen Donaufeld erhalten bleiben, als Beitrag zum Klima- und Hochwasserschutz sowie zur regionalen Versorgung mit (Bio-)Gemüse. Wir hoffen auf eine politische Mehrheit für dieses Anliegen und stehen anderen Fraktionen für diesbezügliche Gespräche jederzeit gerne zur Verfügung!