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am 9. Mai

LIFE DICCA - Öko-Rasenmäher für die Donauinsel

Brigitte Parnigoni - Der Klimawandel zeigt negative Auswirkungen auch auf die Tier- und Pflanzenwelt der Donauinsel und erhöht damit den Pflegeaufwand. Das EU-Projekt LIFE DICCA soll diesen Auswirkungen gegensteuern.

Die Grünräume Wiens brauchen Anpassungsstrategien an die Auswirkungen des Klimawandels; ohne diese werden diese Ökosysteme vermehrt in Bedrängnis kommen​. Dem will das Projekt LIFE DICCA​(= Danube Island Climate Change Adaptation) gegensteuern.​

Die Donauinsel ist eines dieser wertvollen Ökosysteme und mit 21 Kilometern Länge darüber hinaus ein tolles Naherholungsgebiet an einem Gewässer. Doch der Klimawandel setzt der Vegetation und der Tierwelt auf der Donauinsel zu.


Nun kommen 50 Schafe eines landwirtschaftlichen Betriebes aus Lassee auf die Insel.  Das Projekt LIFE DICCA ist vorerst auf fünf Jahre angelegt, wobei die Tiere im Winter wieder in ihren Heimat-Bauernhof gebracht werden.

Das Krainer Steinschaf ist eine ​sehr robuste Rasse, die durchwegs im  Freien, ohne Unterstand leben kann. Die Tiere sind bestens für trockene Gebiete geeignet und kommen auch mit Hitze gut zurecht.​ Es sind weder Fleischtiere noch wird die Wolle für Textilien verwendet. Gemeinsam mit dem Dung kommt sie als Naturdünger zum Einsatz.

Die Schafe werden alle zwei bis drei Tage, sobald die Weidefläche abgefressen​​ ist, übersiedelt.


Die Weide ist mit einem Maschendrahtzaun, der elektrisch geladen ist, versehen​. Damit ist sicher gestellt, dass auch RadfahrerInnen, JogerInnen und andere Erholungssuchende bestimmt nicht beeinträchtigt sind.

Kleines Detail am Rande: Der elektrische Strom für den Zaun kommt von kleinen Solarpanelen.