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am 11. Februar 2019

Rettet die Lobau - Aktuelles zum Lobautunnel

Brigitte Parnigoni - In unserem Gesprächsforum im Februar widmeten wir uns ganz dem Thema "Lobau" und den Auswirkungen für die Menschen sowie den Bedrohungen für den Nationalpark Donauauen, falls das Autobahnprojekt realisiert würde.


​Jutta Matysek, Obfrau der BürgerInneninitiative "Rettet die Lobau - Natur statt Beton" brachte uns in unserem Gesprächsforum am 7. Februar umfangreiche Facetten zum geplanten Straßenbauprojekt nahe.​

Unsere Veranstaltung stieß auf großes Interesse und bestätigte uns damit einmal mehr, dass die Grünen mit ihrem Protest gegen das Monsterprojekt auf dem richtigen Weg sind!

Der Lobautunnel, der unter dem Naturschutzgebiet - und zwar ausgerechnet an seiner breitesten Stelle bei Groß-Enzersdorf- hindurch geführt werden soll, ist der meistdiskutierte Abschnitt des Autobahnprojektes, das die Asfinag plant. Allerdings ist der Tunnel de facte nur ein kleines Stück des Straßennetzes, das hier im größeren Umfeld realisiert werden soll.

Die nebenstehende Grafik zeigt, dass es sich tatsächlich um ein ausgedehntes Autobahn- und Schnellstraßenprojekt handelt, das hier gebaut werden soll. Ungeachtet diverser Genehmigungsverfahren, die noch laufen bzw. ausständig sind, werden durch Probebohrungen und Medienberichte anscheinende Fakten geschaffen.

Absurde Versprechungen zur Verkehrsentlastung sollen eine Nützlichkeit der Naturzerstörung vorgaukeln. Allerdings bescheinigen sogar VerkehrsexpertInnen, dass der Bau des Lobautunnels oder einer neuen Straße nur kurzfristig  eine Entlastung der Tangente bringen würden.

Unbestritten ist allerdings, dass der Bau des Straßennetzes eine großflächige Naturzerstörung zur Folge hätte: Die Lobau ist Lebensraum von mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien-, 13 Amphibien- und rund 60 Fischarten. Sie beherbergt mehr als 70 Arten höherer Pflanzen.

Die BürgerInneninitiative "Rettet die Lobau - Natur statt Beton" kämpft seit Winter 2003 gegen die Zerstörung der Lobau, gegen den Straßen- und Tunnelbau.

Sie hat Parteienstellung in diversen Verfahren und braucht dringend auch Unterstützung. Mehr Informationen dazu finden Sie unter  www.lobau.org​ und im Download.

Die Grünen Wien habe im Vorjahr mit einer großangelegten Kampagne gegen den Bau des Lobautunnels und für einen Erhalt der Natur im Nationalpark Donauauen begonnen.

Diese Kampagne wird auch heuer fortgesetzt - wir lehnen die Auswirkungen ab, die die neuen Straßen auch für die Bevölkerung mit sich brächten: Noch mehr versiegelte Flächen, Staus auf den Durchfahrtstraßen der Ortschaften, ein horrendes Anwachsen des "Speckgürtels" rund um Wien und damit auch des PendlerInnenaufkommens und des Ziel- und Quellverkehrs.

Umfassende Informationen finden Sie hier.​