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am 14. Mai

Solarstrom „made in Floridsdorf“

Susanne Dietl - Bei unserem Gesprächsforum am 7. Mai waren die beiden Brüder Simon Niederkircher und Ferdinand Mayr bei uns um ihren Solarenergie-Generator SolCube vorzustellen. Die Beiden haben den kompakten Solargenerator gemeinsam in der Garage ihres Wohnhauses im 21. Bezirk entwickelt. Seit Anfang des Jahres wird der Generator serienmäßig von einem Floridsdorfer Unternehmen produziert.

SolCube-Modelle mit Solarmodul

Ein Solargenerator auch für den kleinsten Raum


Ausgangspunkt für die Entwicklung des kompakten Energie-Generators bei den beiden Brüdern war die Idee, dass viele Menschen Photovoltaik nutzen wollen, auch wenn sie beispielsweise nur über einen Balkon verfügen.  Gleichzeitig mit der technischen Entwicklung eines handlichen Solargenerators musste auch die rechtliche Seite geklärt werden. Nach einem erfolgreichen  zweijährigen Rechtsstreit mit den Wiener Netzen, die das Produkt als unerwünschte Konkurrenz sahen, ist der Einsatz des Solarenergie-Generators nun legalisiert. JedeR hat nun das Recht und die Möglichkeit auf eigenen Solarstrom!

Die beiden base.energy-Gründer und SolCube Entwickler Ferdinand Mayr und Simon Niederkircher

SolCube und Simon


Der SolCube ist mittlerweile das zweite innovative Produkt, das Simon Niederkircher entwickelt hat. Das erste Projekt heißt Simon und wurde im Auftrag der oekostrom AG produziert.

Was sind nun die wesentlichen Unterschiede zwischen SolCube und Simon?

SolCube

Der SolCube ist ein kompakter Stromgenerator für Orte ohne Zugang zum Stromnetz wie z.B. in Schrebergärten, Berghütten, bei Veranstaltungen oder beim Camping. Die eingebaute Batterie wird mit herkömmlichen Solarmodulen aufgeladen und versorgt dadurch netzunabhängig die meistbenutzten Elektrogeräte mit Strom. Damit hat man beispielsweise Strom für 140 Stunden Licht, 40 Tassen Kaffee oder 14 Laptop-Ladungen.

Der SolCube ist ein Würfel in Bierkistengröße, etwa 20 kg schwer und hat entweder eine Batterie aus Blei (ist ökologischer, da das Blei zu 95 Prozent recycelt wurde) oder aus Lithium (ist leichter). Zum SolCube dazu gehören Solarpaneele, die man aufstellen oder aufhängen kann. Alternativ zu den herkömmlichen aus Glas kann man auch die leichten, dünnen und biegsamen Solarmodule aus Kunststoff wählen, die man ähnlich wie eine Plane einfach ans Balkongeländer hängen kann, und die daher im Wohnungsbereich äußerst beliebt sind.

Der SolCube kann keinen Strom ins eigene Netz einspeisen, sondern erzeugt nur welchen. Man steckt die eigenen Elektrogeräte direkt an den SolCube an und nutzt so den aus Sonnenenergie gewonnenen, kostenlosen Strom.

Den SolCube gibt es ab 800,- Euro, wobei man einzelne Komponenten aufrüsten kann. Er wird individuell produziert, die Produktion dauert etwa zehn Werktage. Der SolCube sollte nicht im Regen stehen, sondern bei einer Nutzung im Freien z.B. mit einer Plane von Nässe geschützt werden.

Simon

Simon, das erste Projekt von Simon Niederkircher,  wurde im Auftrag der oekostrom AG produziert. „Simon“ ist ein kompaktes Solargerät, mit dem man aus Photovoltaik gewonnen Strom in das eigene Stromnetz einspeisen kann.

Simon ist  etwa 30 kg schwer, da das Gerät und die Solarpaneele in einem  miteinander verbunden sind. Simon kann man mit einem Kabel an die eigene Steckdose am Balkon anschließen, und speist die aus Photovoltaik gewonnene Energie in das eigene Stromnetz ein.

Simon kostet derzeit 599,- Euro ohne Montagematerial und 670,- Euro mit Montagematerial.

Erwähnt werden muss, dass sich Simon vielleicht nicht amortisiert. Mit dem Einsatz sorgt man aber dafür, dass man nachhaltig selbst erzeugte Energie nutzt, und damit für ein gutes Gewissen in Sachen ökologischer Energienutzung!

Der Simon hat übrigens diverse Preise erhalten, unter anderem den renommierten Klimaschutzpreis!




Das Interesse an dem innovativen und nachhaltigen Produkt war groß. Dementsprechend gut besucht war unser Gesprächsforum mit dem Themenschwerpunkt "Solarstrom made in Floridsdorf", das von Bezirksrätin Gabi Tupy organisiert wurde.​