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am 17. April

Tag des kleinbäuerlichen Widerstands am 17. April

Gerda Daniel - Der Klimawandel und die Corona-Pandemie zeigen, wie wichtig eine krisensichere regionale Versorgung mit (hochqualitativen) Lebensmitteln ist. Dazu braucht es eine gerechte Agrarpolitik!

Am 17. April – dem internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes – wird auf die wertvolle Arbeit von kleinstrukturierten Landwirtschaftsbetrieben und ihre Rolle für Nahversorgung und Ernährungssouveränität hingewiesen.

https://www.viacampesina.at/17-april-2020-aktiv-sein/

Dieser Tag ist auch für Europa und Österreich besonders wichtig, wo die kleinbäuerliche Landwirtschaft den größten Teil der landwirtschaftlichen Betriebe ausmacht und dadurch faire und nachhaltige Wirtschaftsmodelle schafft.

Nur kleinstrukturierte Betriebe mit einer standortangepassten und vielfältigen Landwirtschaft sind den Herausforderungen der Zukunft gewachsen und können gute Lebensmittel für alle sichern. Für eine solche Sicherung nachhaltiger Lebenmittelsysteme und eine Stärkung von Ernährungssouveränität müssen jedoch noch entsprechende politische Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Denn die derzeitige EU-Agrarförderpolitik begünstigt Betriebe mit großen Flächen und damit die umweltschädliche agrarindustrielle Produktion. Sie trägt den Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, nicht angemessen Rechnung: etwa bei Umwelt, Klima, Artenvielfalt, gesunder Ernährung, Existenzsicherung, sozialem Zusammenhalt und bei guten Arbeitsplätzen.

Die aktuelle Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) und die Neuverteilung von Steuergeldern bietet nun eine historische Chance, die landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu gestalten.

​Unterzeichne daher die Petition der ÖBV Via Campesina​​ für faire Einkommen und Wertschätzung der Arbeit der Kleinbäuer*innen, insbesondere für die doppelte Förderung der ersten 20 ha landwirtschaftliche Nutzfläche!​

Was hat das mit Wien und Floridsdorf tun?

Biohof Nr.5 in Stammersdorf
Bioschanze in Donaufeld
FoodCoop Floridsdorf im Bezirkszentrum

Wien hat 5.700ha landwirtschaftliche Flächen, die sich vor allem in Floridsdorf und der Donaustadt sowie in Favoriten, Simmering und Liesing befinden. Die Wiener Stadt-Landwirtschaft umfasst insgesamt 645 kleinstrukturierte Betriebe: Gemüse-, Wein- und Ackerbau. 27% davon sind Bio-Betriebe und 32% sind Bio-Flächen – damit liegt Wien unter den Bundesländern österreichweit im Spitzenfeld.
Der hier produzierte Wein hat es teilweise zu Weltruhm gebracht, und Wien ist „Gurken-Hauptstadt“: jeder zweite Pfefferoni und sechs von zehn in Österreich produzierten Gurken stammen aus Wien!

Wir in Floridsdorf dürfen uns daher glücklich schätzen, unser Essen und unseren Wein(!) vielfach regional und in ausgezeichneter Qualität kaufen zu können – bei den (Bio-)Bäuer*innen und Foodcoops in der Nachbarschaft.

Unter den Familien-Bio-Betrieben mit großer Angebotsvielfalt in Floridsdorf sind vor allem der
Biohof5 in Stammersdorf, der Biohof Prohaska in Leopoldau und die Gemüsegärtnerei Bioschanze im Donaufeld zu nennen. Bio-regionale Produkte können auch über die Foodcoop Floridsdorf bezogen werden.

Weiters bietet der Schlingermarkt die Möglichkeit, frische und saisonale Lebensmittel von Produzent*innen aus dem Wiener Umland zu beziehen, insbesondere am Bauernmarkt freitags und samstags. Das bioregionale Angebot am Schlingermarkt wächst insgesamt langsam, aber erfreulicherweise stetig.

Wie wertvoll und wichtig diese Möglichkeiten der Nahversorgung allgemein und in unserem Bezirk sind, hat sich vor allem im Laufe der Corona-Pandemie gezeigt.

http://wein.nummer5.at/ab-hof-verkauf/

​https://www.biohofprohaska.at/

https://www.bioschanze.at/

http://www.fc-floridsdorf.at/

https://www.leben-am-schlingermarkt.at/angebot/​​