Cool bleiben in den Hitzewellen

So bleibt Deine Wohnung in Floridsdorf auch im Hochsommer in der grünen Komfortzone! Wir haben nachhaltige Tipps zusammengestellt. Außerdem gut zu wissen: Die Stadt Wien fördert jetzt die nachträgliche Montage von außenliegenden Rollläden, Jalousien und Fassadenmarkisen in Mehrparteienhäusern.

Jeder zusätzliche Schattenspender – wie etwa hier die Laubengänge in der Autofreien Siedlung – leistet wichtige Dienste, um die Hitze draußen zu halten.
Zimmerpflanzen fördern Verdunstungskühle – ideal für kleine, natürliche Klimasysteme.
Elektrische geräte erzeugen im Betrieb viel Wärme. Deshalb auf die Energieeffizienz achten und besser ausschalten, wenn sie nicht benutzt werden.

Wenn die Temperaturen steigen, gilt: cleveres Handeln statt teure Klimaanlage. Diese Maßnahmen helfen dabei, Wohnräume angenehm kühl und umweltfreundlich zu halten – ganz im Sinne unserer grünen Werte.

  1. Sonnenhitze draußen lassen
    Außenliegende Beschattung wie Markisen, Fensterläden, Rollläden oder Jalousien blockiert bis zu 90 % der Sonnenstrahlung und ist deutlich effektiver als innenliegender Sonnenschutz. Die Stadt Wien fördert auch die Nachrüstung mit Aussenbeschattung.
    In Mietwohnungen, wo der Eigentümer die Montage einer Außenbeschattung nicht zulässt, hilft bei direkter Sonneneinstrahlung schon ein weißes passendes Leintuch vor das Fenster außen einzuklemmen.
    Auch jeder zusätzliche Schattenspender – etwa Bäume, Pergolen, vorgezogene Dachkanten – leistet wichtige Dienste, um die Hitze draußen zu halten.
    Sonnenschutzfolien am Fensterglas helfen im Sommer die Hitze draußen zu lassen, aber lassen auch im Winter weniger Tageslicht und Sonnenwärme in die Wohnung. Darum sind sie nur die zweite Wahl.
    Wenn die Anbringung von Außenmarkisen, Rollos oder Sonnenschutzfolien nicht möglich ist, können innen auch helle, blickdichte Vorhänge hilfreich sein. Achtung: dicke und dunkle Vorhänge sind weniger geeignet, da diese die Wärme über längere Zeit speichern und wiederum an den Wohnraum abgeben.
  2. Nachtkühle nutzen – richtig lüften
    Lüftet zu den kühlen Morgen‑ und Abendstunden – möglichst mit Querlüftung (Fenster gegenüber öffnen)
    Tagsüber Fenster geschlossen halten, sobald es draußen wärmer ist als drinnen
  3. Luft in der Wohnung verteilen
    Türen offenhalten fördert den Luftaustausch zwischen Räumen, so gleichen sich Temperaturen aus. Ventilatoren, besonders Deckenventilatoren, verbessern die Luftzirkulation und empfundene Frische – bei geringem Stromverbrauch
  4. Grün wählen
    Klingt komisch, ist aber logisch. Nur wir Grünen setzen uns konsequent im Kampf gegen die Klimakrise für mehr Bäume und einer Entsiegelung ein. Nur mit grüner Politik in Floridsdorf – wie einer Außenbeschattungsoffensive im Gemeindebau – bleibt die Sommerhitze erträglich.
  5. Wärmeschutz in der Bausubstanz
    Starke Wärmedämmung, helle Fassaden und massive Bauteile wirken temperaturpuffernd. Beim Umzug auf den Energieausweis achten: gute Wärmedämmung ist gleichzeitig auch eine Hitzedämmung
  6. Feuchtigkeit zur Kühlung
    Zimmerpflanzen fördern Verdunstungskühle – ideal für kleine, natürliche Klimasysteme.
    Feuchte Tücher an Fenstern oder vor Ventilatoren unterstützen den Effekt – auf gute Belüftung achten .
  7. Interne Wärmequellen minimieren
    Elektrische Geräte erzeugen im Betrieb viel Wärme. Aber auch im Stand-by-Modus erzeugen manche Geräte Wärme, deshalb sollten sie ausgeschaltet und ausgesteckt werden, wenn sie nicht benutzt werden.
    Kühlschränke richtig einstellen: 1–2 °C höhere Temperatur im Kühlschrank spart bis zu 12 % Energie und damit Geräteabwärme.
  8. Effiziente Klimaanlage
    Mobile Klimageräte sind energieintensiv und teuer im Betrieb. Besser sind reversible Wärmepumpen und Split-Klimaanlagen, auch wenn die Installation mehr kostet. Vor der Installation einer Klimaanlage sollte auf alle Fälle eine Außenbeschattung errichtet werden. Das senkt die Kühllast und die Stromkosten für den Betrieb. Auf effiziente Modelle setzen und idealerweise mit Balkonkraftwerk untertags mit Sonnenstrom betreiben.


Schnell-Check gegen Sommerhitze

MaßnahmeWirkungStromverbrauch
Außenbeschattunghoch0
Lüften (Morgens/Nachts)hoch0
Ventilatorenmittelniedrig
Dämmung/Bauteilehoch / langfristig0
Klimaanlagesehr hochhoch


(am effektivsten: Kombination aus Beschattung, Lüftung und guter Dämmung; Klimaanlage wirklich erst als letzte Option)

Fazit

Für ein angenehmes Raumklima reicht meist ein gut abgestimmter Mix aus Außenbeschattung, klugem Lüften, natürlichen Kühleffekten und minimalem Geräteverbrauch. Mit diesen Maßnahmen bleibt eure Wohnung auch an heißen Tagen angenehm kühl – nachhaltig, kostenschonend und passend zur grünen Haltung.

Förderung der Stadt Wien für Außenbeschattung
Förderung Nachrüstung Aussenbeschattung 

Hitzeschutzplan der Grünen Wien
Unser Plan für Hitzeschutz in Wien

Quellen zum Artikel:
https://www.klimaaktiv.at/private/energiesparen/richtig-kuehlen
https://www.energie-noe.at/ratgeber-sommerlicher-wohnkomfort