Steinitzsteg: Donauquerung für Fuß- und Radverkehr muss bleiben!

Am Samstag, 5. September 2026 fand unter reger Beteiligung von vielen Betroffenen von 11-14 Uhr eine große Aktion für die Gewährleistung einer Querungsmöglichkeit vor Ort für den Fuß- und Radverkehr während der Sanierung der Nordbrücke statt.

Unser Klubobmann Heinz Berger (rechts) spricht mit Nr.Abg. Lukas Hammer (liinks) und Stadträtin Judith Pühringer über die Petition „Steinitzsteg muss bleiben“.
Stadträtin Judith Pühringer im Gespräch mit Menschen
Bundesrätin Elisabeth Kittel und Stadträtin Judith Pühringer im Gespräch mit Passant:innen. Für viele Fußgänger:innen und Radfahrer:innen ist der Steinitzsteg eine wichtige Verkehrsverbindung.
Bei unserer Aktion am Steinitzsteg wurde sichtbar, wie viele Menschen hier unterwegs sind. Ob die Floridsdorfer Brücke als Ersatz für fünf Jahre kapazitätsmäßig ausreichend, ist mehr als fraglich.

Parlamentarische Petition: „Steinitzsteg muss bleiben“

Parlaments-Petition zum Steinitzsteg
Bei unserer Aktion am Steinitzsteg vernetzten sich viele hochrangige Vertreter:innen aus der Politik und Personen aus der Zivilgesellschaft.

Große Aktion für einen vollwertigen Ersatz zum Steinitzsteg

Die ASFINAG und die Stadt Wien wollen den Autoverkehr von 2027 bis 2031 über den Steinitzsteg (= „Nordsteg“ oder „Gelbe Brücke“) umleiten und bieten für zu Fußgehende einen Umweg von über einer halben Stunde als Alternative bzw. von etwa einer viertel Stunde für Radfahrende über die Floridsdorfer Brücke an.

Obwohl der Wiener Stadtentwicklungsplan 2035 ausdrücklich vorsieht, großräumige Barrieren für den Fuß- und Radverkehr abzubauen und neue Donauquerungen für den Fuß- und Radverkehr zu prüfen, wird mit der geplanten Sperre des Steinitzstegs für fünf Jahre eine bestehende, wichtige Verbindung gekappt und damit das genaue Gegenteil gemacht.

Entgegen den Lippenbekenntnissen für die angestrebte Verkehrswende aus den Sonntagsreden der Verantwortlichen soll hier die aktive Mobilität ohne gleichwertigen Ersatz im Regen stehengelassen werden, während für den Autoverkehr ein 100%iger Ersatz am Steinitzsteg zur Verfügung gestellt werden soll. Besonders bitter wäre die Sperre der Brücke für die Fußgänger:innen, die hier erstmals seit über 100 Jahren (ab 1909 gab es einen Fußweg entlang der Brücke) keine Querungsmöglichkeit mehr hätten. Für den Radverkehr würde eine ampelfreie Verbindung von Floridsdorf bis in die Innere Stadt verloren gehen, wobei der Radweg auf der Floridsdorfer Brücke gar nicht die Kapazitäten hat, um den zusätzlichen Fahrradverkehr während der Hauptverkehrszeit aufzunehmen.

Parlamentarische Petition: „Steinitzsteg muss bleiben“

Gegen diese unüberlegten Maßnahmen hat der Nationalratsabgeordnete Lukas Hammer am 3.9.2026 die parlamentarische Petition „Steinitzsteg muss bleiben“ eingereicht, die auf der Homepage des Parlaments (https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/PET/27) unterstützt werden kann! Anders als die bereits abgeschlossene städtische Petition wendet sich diese an den für die ASFINAG zuständigen Verkehrsminister Hanke.

Viele Stimmen für eine ausreichende Donauquerung für den Fuß- und Radverkehr

Gemeinsam mit Nationalrat Lukas Hammer, Stadträtin Judith Pühringer, Bundesrätin Elisabeth Kittl, den Landtagsabgeordneten Heidi Sequenz, Theresa Schneckenreiter und Theo Löcker und den grünen Klubobleuten aus der Brigittenau, Floridsdorf und der Donaustadt forderten die Vertreterinnen der Zivilgesellschaft Herbert Loder von der Radlobby Floridsdorf und Anna Karall, die im Vorjahr die erfolgreiche Petition bei der Stadt Wien einreichte, und eine große Anzahl von Betroffenen aus Nah und Fern einen vollwertigen Ersatz für Fuß- und Radverkehr vor Ort!

Milliardenshow für eine klimafitte Zukunft

Viel Spaß hatten die Anwesenden als Lukas Hammer und Heidi Sequenz mit Anna Karall die Milliardenshow gegen das sinnloseste Autobahnprojekt durch einen Nationalpark (Lobautunnel) spielten. Für eine klimafitte Zukunft brauchen wir eine Donauquerung für die aktive Mobilität wie den Steinitzsteg und keinen Tunnel, der nach Plänen aus dem fossilen Zeitalter durch den Nationalpark Donauauen betoniert würde.

Auch nach dem Ende der Veranstaltung standen viele Teilnehmer:innen noch lange zusammen, um über die verschiedenen Möglichkeiten für den Erhalt der Donauquerung für die aktive Mobilität zu sprechen.

Wir werden uns weiter für eine vollwertige Donauquerung für den Fuß- und Radverkehr vor Ort einsetzen!